Wolf-Dietrich Rost
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eine Rolle vorwärts gelingt nur, wenn alles zusammenpasst: Kraft, Technik, Konzentration und eine Matte, auf der man sicher landet. Genauso ist es im Sportland Sachsen. Wir brauchen engagierte Menschen, verlässliche Strukturen und eine solide Finanzierung, damit der Sport sicher landet. Dass die SPD diese Aktuelle Debatte beantragt hat, begrüße ich ausdrücklich; denn wir sind uns einig: Sport ist eine Zukunftsfrage für unser Land, für Gesundheit, Bildung, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sachsen lebt Sport: von der Kita bis zum Seniorensport, vom kleinen Dorfverein bis zum Olympiastützpunkt. Wer den Sport stark macht, macht Sachsen stark. Ein erster wichtiger Baustein ist dabei die akademische Trainerausbildung in Leipzig. Erstmals gibt es wieder eine universitäre Trainerausbildung, das ist bundesweit einzigartig. Wir sichern damit langfristig qualifizierte Trainerinnen und Trainer für den Breiten- und Spitzensport. Ein zweiter Baustein war der Sportgipfel des Ministerpräsidenten im November. Dort haben sich viele aus der Sportfamilie an einem Tisch versammelt, um über bessere Bedingungen für den Sport zu sprechen. Im Mittelpunkt standen die Bezahlung der Trainerinnen und Trainer, die Zukunft unserer Sportstätten sowie die Frage, wie wir die Bundesmittel aus der Sportmilliarde klug nach Sachsen holen. Dabei haben wir auch darüber diskutiert, dass die Vergütung der Trainer in Sachsen geringer ist als in den Nachbarländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Wenn wir unsere guten Leute im Land halten wollen, müssen wir uns Schritt für Schritt an dieses Niveau heranarbeiten. Meine Damen und Herren, unser Anspruch ist klar: Wir wollen Sachsen so aufstellen, dass wir Standort bei olympischen und paralympischen Spielen sein können – nicht aus Prestigegründen, sondern um unser Land weiter voranzubringen. Ein dritter Baustein ist der Schulsport. Mit der optionalen Einführung einer dritten Sportstunde in der Klassenstufe 4 geben wir den Schulen vor Ort neue Möglichkeiten, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Gleichzeitig vernetzen wir Ganztagsangebote stärker mit den Sportvereinen und schaffen mit Coach-Lehrkräften ein neues Instrument, um Schule und Verein besser zu verzahnen. Schulsport besteht vor allem aus Bildungszeit, Teamgeist, Fairness, Prävention. Das lernt man nicht im Lehrbuch, das lernt man auf dem Platz. Ein Förderbaustein ist die finanzielle Basis. Deshalb fördern wir mit über 30 Millionen Euro den organisierten Sport mit dem Zuwendungsvertrag in Sachsen. Wir tun das, weil jeder Euro im Sport mehrfach zurückkommt – als Entlastung für Schulen und Kitas, als Rückenwind für das Ehrenamt und als Standortfaktor für Städte und Gemeinden, die lebendige Vereine brauchen, um attraktiv zu bleiben. Zusätzlich stellen wir 1,5 Millionen Euro für die Trainervergütung bereit. Das ist ein erster spürbarer Schritt für die vielen Verantwortlichen, die Woche für Woche am Beckenrand, in der Halle oder auf dem Platz stehen und ohne die es im Sport gar nicht geht. All das zeigt: Wir übernehmen Verantwortung für das Sportland Sachsen. Unser Versprechen als CDU-Fraktion ist, dass wir verlässlicher Partner des Sports bleiben. Wie sehr sich dieses Zusammenspiel aus Engagement vor Ort und verlässlicher Politik auszahlen kann, beweisen eindrucksvoll unsere Sportgroßveranstaltungen. Im zweiten Teil der Aktuellen Debatte wird mein Kollege Jörg Schmidt auf die Bedeutung solcher Großsportveranstaltungen für Sachsen und den Tourismus im Speziellen eingehen. Meine Damen und Herren, lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir in Sachsen auch in Zukunft sagen können: Wir sind nicht nur Sportland, sondern wir sind Sportvorbild! Das ist eine große Chance für das ganze Land. Herzlichen Dank, und in diesem Sinne: Sport frei! (Beifall CDU, SPD, Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE und Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Rost sprach für die CDU-Fraktion. Für die Fraktion der AfD spricht nun Kollege Gumprecht. Bitte schön.
