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Petra Köpping

30.10.2025 Sitzungen 8/21

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Zunächst vielen Dank an die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, liebe Frau Meier, für den Antrag, der heute gestellt worden ist. Welchen Bedarf an Aussprache wir haben, haben wir heute bei dem Redebeitrag der AfD-Fraktion gesehen. Ich finde es gut und richtig, dass es dafür eine Entschuldigung gegeben hat, was allerdings den gesamten Beitrag nicht zunichtemacht. Wir werden darüber im Ausschuss diskutieren müssen. (Beifall CDU und BÜNDNISGRÜNE) Nur 15 % der Frauen, die Opfer körperlicher Angriffe geworden sind, haben die Polizei eingeschaltet oder Anzeige erstattet. Nur 8 % erstatten bei sexualisierter Gewalt überhaupt Anzeige. Das heißt, ein Großteil der Täter geht straffrei aus. Vertrauliche Spurensicherung hilft uns, das Dunkelfeld bei geschlechtsspezifischer Gewalt zu erhellen. Die vertrauliche Spurensuche gibt den Betroffenen sexualisierter und häuslicher Gewalt die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich umfassend beraten zu lassen, bevor sie ihre Rechte wahrnehmen und Anzeige erstatten. In diesem Stadium können die Spuren noch gerichtsfest dokumentiert werden, um in einem späteren Strafverfahren als Beweismittel zu dienen. (Unruhe im Saal) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Ich würde um etwas Ruhe bitten. Vielen Dank. Das gilt natürlich nicht für Sie, Frau Staatsministerin.

Protokoll ↗