Ines Biebrach
Also, Frau Schwietzer, man kann diese Rede nicht anhören, ohne darauf zu reagieren, das geht als Frau nicht. Ich bin ebenso erschüttert, wie die meisten hier im Saal, über das, was Sie von sich gegeben haben. Es kommt nicht darauf an, wer diese Frauen vergewaltigt hat; entscheidend ist – und jetzt lasse ich einmal den Juristen sprechen –, dass diese Frauen die Möglichkeit haben, Beweise für die Tat zu sichern, für den Fall, dass ein Staatsanwalt die Sache prüft. Dazu brauchen sie niedrigschwellige Angebote. Sie verteidigen so gern den ländlichen Raum. Auch ich wohne im ländlichen Raum, am Rand von Kamenz. Wenn ich mir anschaue, wo diese Stellen derzeit sind, und ich in die Situation käme, vergewaltigt zu werden, würde ich wohl weder nach Torgau noch nach Leipzig oder nach Dresden fahren, sondern möglicherweise überhaupt nirgends hingehen. Schönen Tag. (Beifall BSW und BÜNDNISGRÜNE) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war die Kurzintervention der Kollegin Biebrach, auf die reagiert werden könnte. – Es besteht kein Interesse an einer Reaktion. Wir fahren nun in der Rederunde fort. Als Nächstes ist die BSW-Fraktion an der Reihe. Ich sehe Frau Kollegin Pfau; bitte schön.
