Wolfram Günther
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Vielleicht noch einmal kurz ein Problemaufriss; denn wenn man das Problem nicht richtig identifiziert, wird man kaum zu einer Lösung kommen können. Das strukturelle Problem, das wir in Südwestsachsen haben, ist, dass wir dort in der Vergangenheit, Gott sei Dank, einen ganz großen Automobilbau mit Zuliefererindustrie aufgebaut haben – die IHK spricht von 135 000 Arbeitsplätzen, die indirekt in der Region damit verbunden sind –, und wir aber heute vor der Situation stehen, dass wir global enorme Überkapazitäten aufgebaut haben – rund 70 % der Fahrzeuge, die wir produzieren, werden exportiert – und wesentliche Märkte, etwa in Europa, ich habe es heute schon angesprochen, im Millionenbereich gesunken sind und auch nicht wieder mehr werden. Das heißt, wir haben strukturelle Überkapazitäten, und das schlägt jetzt durch. Die Umstellung auf E-Mobilität ist genau nicht das Problem. Da können Sie sich quasi mit allen Automobilherstellern unterhalten. Das ist ganz klar die Zukunft. Das hat auch etwas mit der höheren Effizienz dieses Antriebssystems zu tun. Das ist doch das, was in China passiert, was global passiert. Wir haben gerade im dritten Quartal wieder Rekordzahlen. (Tobias Keller, AfD, steht am Mikrofon.) Der Absatz von E-Autos ist so hoch wie nie, 21 % global. Das werden Sie nicht aufhalten können. Es geht um die Überkapazitäten. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie eine Zwischenbemerkung oder Zwischenfrage an Mikrofon 7?
