Christian Piwarz
Das Wichtige ist – ich habe es vorhin bereits erläutert –, ein stärkeres Bewusstsein zu entwickeln, dass Digitalisierung nicht heißt, einen bislang analogen Vorgang einfach mit digitalen Mitteln auszuführen. Wir alle kennen das berühmte eingescannte Dokument als PDF: Es ist zwar digital, hat mit Digitalisierung aber relativ wenig zu tun. Bevor wir in einen solchen Digitalisierungsprozess gehen, müssen wir uns daher fragen: Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen? Welche Wege muss ich in einer digitalen Welt gehen? Ich glaube, wir haben in der Erarbeitung dieses Fördermittelportals – auch aus den Erfahrungen der SAB – sehr viel gelernt, was wir für weitere Digitalisierungsvorhaben anwenden können. Das halte ich für einen unwahrscheinlichen Fortschritt. Woran wir arbeiten – das hatte ich vorhin erwähnt –: Wie kann ich erreichen, dass Daten, die bei staatlichen Institutionen vorrätig sind und nach den Datenschutzgrundsätzen ordnungsgemäß erhoben wurden, für möglichst viele Anwendungen bereitstehen, sodass es einfacher ist, einen Antrag zu stellen, zu bearbeiten und schlussendlich zu bescheiden? Das sind die Punkte, über die wir weitersprechen müssen. Ganz gespannt bin ich, inwieweit der Förder-digital-Modulbaukasten – ich muss immer wieder darauf schauen, weil es ein so langes zusammengesetztes Substantiv ist – von den einzelnen Ressorts genutzt wird, um ihre eigene Bearbeitung darauf aufzubauen. Er soll auch eine Serviceorientierung für die Ressorts sein. Es soll auch dazu dienen, Prozesse zu vereinfachen und Personal zu entlasten. Spannend wird sein, wie das von den einzelnen Ressorts genutzt wird. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Pallas, Sie können noch eine kurze Frage stellen. Sie haben noch 2 Minuten und 18 Sekunden.
