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Heiko Gumprecht

AfD 29.10.2025 Sitzungen 8/20

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Freunde des Motorsports und der sächsischen Heimat! Ich bin Sachse – Sachse mit Herz und Seele und natürlich auch mit Benzin im Blut. Wer in der Region des Sachsenrings aufgewachsen ist, der weiß: Der Sachsenring ist mehr als nur eine Rennstrecke; er ist ein Stück Heimat, ein Echo unserer Geschichte und vor allem ein Phänomen der Gemeinschaft. (Beifall AfD) Wir reden heute über die Unterstützung bei der Anerkennung der Fankultur am Sachsenring als immaterielles Kulturerbe. Ich sage Ihnen als rennsportbegeisterter Lokalpatriot: Das ist nicht nur eine schicke Plakette, das ist eine Notwendigkeit und mir persönlich eine Herzensangelegenheit. Der Ring ist keine Erfindung der Neuzeit. Seit dem Jahr 1927, seit fast einem Jahrhundert, dröhnen hier die Motoren. Aber egal, ob altes Badberg-Viereck oder die moderne Grand-Prix-Strecke: Die Seele des Rings waren und sind die Menschen. Schon beim ersten Rennen im Jahr 1927 kamen über 130 000 Zuschauer, 400 000 waren es im Jahr 1950. Diese Massen kamen, weil sie diesen Sport liebten – trotz aller politischen Widrigkeiten und Gefahren. (Beifall Nico Rudolph, BSW) Die Fans standen gefährlich dicht am Straßenrand, bauten sich abenteuerliche Hochsitze, nur um einen Blick auf ihre Idole zu erhaschen. Diese Kreativität, dieser Mut und diese Hingabe sind seit Generationen sächsische Markenzeichen – und die einzigartige Mischung aus Leidenschaft und Motorsport, dem traditionellen „Rrrräng-däng-däng“ unserer Zweitakter. Dort leben wir ein friedliches weltoffenes Miteinander. Wir beherbergen jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus aller Welt. Das Ankerberg Festival ist legendär, ein Schmelztiegel der Kulturen. Es zeigt: Bei uns zählt nur die Liebe zum Rennsport. Warum das Kulturerbe sein muss? Die UNESCO-Kriterien für immaterielles Kulturerbe sprechen von lebendigen Traditionen, Ausdrucksformen, Bräuchen und Festen. Passt das nicht perfekt? Generationenübergreifend vom Opa, der noch die Rennen in der DDR mit Heinz Melkus oder Lothar Neukirchner erlebt hat, bis zum Enkel, der heute Lucas Auer oder Marc Márquez zujubelt: Die Tradition wird weitergegeben. Das ist ein unbezahlbares Erbe. In einer Zeit, in der viele Fanszenen von Konflikten überschattet werden, steht der Sachsenring für ein friedliches, weltoffenes und inklusives Spektakel. Jeder ist willkommen. Es ist ein Beispiel für gelebte Toleranz. Der Sachsenring prägt unser Lebensgefühl. Er ist ein Wirtschaftsfaktor, ein touristischer Magnet und vor allem – viele haben es schon gesagt – ein Identitätsanker für Hohenstein-Ernstthal, Zwickau, Chemnitz und ganz Sachsen. Er ist unser Schaufenster in die Welt. Der Antrag des BSW zur Unterstützung der Sachsenring Event GmbH und des Tourismusverbands ist deshalb ein wichtiger Schritt, und ich rufe uns alle dazu auf, diesen Weg mitzugehen. (Beifall AfD und BSW) Wir müssen die authentischen Bräuche von den Zeltstädten bis zum Jubel in der Kathedrale dokumentieren und bewahren. Wir müssen sicherstellen, dass diese lebendige Tradition auch in Zukunft fortbesteht und nicht von rein kommerziellen Interessen verdrängt wird. Dieses Kulturerbe ist kein Denkmal aus Stein, es ist ein Denkmal aus Leidenschaft, aus Lärm, aus Benzin und aus menschlicher Wärme. Es ist die einzigartige, unverwechselbare Art, wie wir Sachsen Motorsport zelebrieren. Lasst uns dieses Erbe nicht nur verwalten, sondern es aktiv leben und für die Zukunft sichern. Zeigen wir der Welt, dass die Fankultur am Sachsenring, dass unsere Fankultur ein unschätzbarer Schatz ist, der es verdient, als das anerkannt zu werden, was er ist: immaterielles Kulturerbe unserer Heimat. Glück auf! (Beifall AfD und Dr. Ingolf Huhn, BSW)

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