Roberto Kuhnert
So klein ist er gar nicht!) Man muss davon ausgehen, dass er dabei darauf hofft, dass die Leute in Ostdeutschland vergessen, dass er gar nicht in der DDR, sondern in Rheinland-Pfalz aufgewachsen ist. (Zurufe AfD) Diese Aktion ist nur ein Beispiel dafür, wie die AfD versucht, sich als die Stimme der Ostdeutschen auszugeben. Ich möchte alle noch einmal daran erinnern, dass die wirkliche Macht in der Partei in den Händen von Westdeutschen liegt. (Oh-Rufe AfD) Kein Wunder: Die wichtigsten Spender sitzen im Westen. Auch die Politik der AfD, die ganz auf die Reichsten in unserer Gesellschaft ausgerichtet ist, würde vor allem den Menschen in Ostdeutschland schaden. Leider fallen derzeit noch zu viele auf den AfD-Schwindel herein. Dennoch sind wir überzeugt davon, dass das auf Dauer nicht so bleiben kann und auch nicht wird. Wenn ich mir die Bilder von Björn Höcke auf der Simson anschaue, fällt mir immer unwillkürlich ein Internetvideo ein, in dem man einen Pavian sieht, der auf einem Wildschwein reitet, das verzweifelt versucht, den unerwünschten Affen wieder abzuwerfen. Es passt einfach nicht! (Heiterkeit BÜNDNISGRÜNE und SPD) Genauso wenig passt der Höcke auf die Simson. Er ist ein ordinärer Neonazi, der beharrlich so tut, als wäre er ein normaler Politiker. (Zurufe AfD – Heiterkeit Die Linke, SPD und BÜNDNISGRÜNE) Mit Reichsbürgern und faschistischen Gewalttätern pflegt er Freundschaften. Zu feige ist er, um zuzugeben, dass er unter dem Pseudonym Landolf Ladig in einer rechtsradikalen Postille den Nationalsozialismus – also die erste Antiglobalisierungsbewegung – verherrlicht hat. (Roberto Kuhnert, AfD: Erzählen Sie nicht so einen Mist!) Er ist damit kein Außenseiter in der AfD, sondern ein ganz typischer AfD-Politiker – dennoch scheinbar eine Ikone für die sächsische AfD. Dass ein fanatischer Antisemit wie Höcke die Simson missbraucht, ist besonders widerwärtig. (Roberto Kuhnert, AfD: Ist das ein KI-Text?) Die jüdische Familie Simson, der einst die Firma gleichen Namens gehörte, wurde von den Nazis enteignet. Dennis Baum, ein Nachfahre der ursprünglichen Besitzer Löb und Moses Simson, sagte in einem Interview: „Die Simson ist kein politisches Thema, wirklich nicht. Man will einfach fahren. Es geht um ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das ist geil, das ist ostdeutsch und das ist vieles, aber nicht politisch.“ Zum Missbrauch der Simson durch die AfD schüttelt er nun den Kopf. Auch wir schütteln über Ihren Antrag nur den Kopf und lehnen ihn selbstverständlich ab. Das sage ich als leidenschaftliche Fahrerin einer ElektroSchwalbe. Herzlichen Dank. (Allgemeine Heiterkeit – Beifall Die Linke und BÜNDNISGRÜNE) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war die Kollegin Neuhaus-Wartenberg von der Fraktion Die Linke. Jetzt hat Herr Berger die Möglichkeit, zu sprechen; bitte schön. (Unruhe im Saal)
