Nico Rudolph
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Lippmann, Sie haben vorhin gesagt, das wäre Paternalismus. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Ja!) Das ist Quatsch. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Nein!) Wenn Jugendliche mit 17 Jahren zur Bundeswehr wollen, dann brauchen sie die Erlaubnis der Eltern. Früher war es sogar möglich, dass 16-Jährige zur Bundeswehr gehen. Die brauchten auch die Erlaubnis der Eltern und konnten nicht einfach so gehen. (Andreas Nowak, CDU: Aber nicht die 18-Jährigen! – Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Das hat mit Paternalismus nichts zu tun. Frau Schaper, Sie haben als Linke im Bundesrat zugestimmt. – Sie ist gar nicht da. Die Linken haben im Bundesrat dem Sondervermögen, das nach oben hin offen ist für Aufrüstung und Krieg, zugestimmt. Von daher finden wir es nicht ganz sachlich, wenn man uns hier so angreift. Wir haben den Titel nicht der Linken entnommen, sondern wir haben uns den von Reinhard Mey geholt. Das muss man dazu sagen. (Beifall BSW) Die Zahl der Kriegsverweigerungen steigt immer weiter. Interessanterweise sind für die Wehrpflicht vor allem jene, die sie nicht betrifft, nämlich ältere Personen und Politiker. (Andreas Nowak, CDU: Das stimmt gar nicht!) Es mag schon stimmen, dass den meisten von uns die Wehrpflicht nicht geschadet hat – ich habe übrigens auch gedient; deshalb haben vielleicht manche ein romantisches Bild von ihr. Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Herr Rudolph, gestatten Sie eine Zwischenfrage oder Zwischenbemerkung?
