Sebastian Wippel
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! Der Innenminister hat gerade gesagt, dass Katar in dem Falle Verantwortung übernimmt. Das halte ich für etwas schwierig. Normalerweise würde es naheliegen, aber sie nehmen keine Leute auf. Die Leute, die sie aufnehmen, sind die Führungsschicht der Hamas. Diese Leute leben als Millionäre bis Milliardäre in Saus und Braus in Katar. (Zuruf AfD) Bei diesem Konflikt spielt Katar eine sehr fragwürdige Rolle. Trotz alledem ist der Ansatz richtig, den Menschen in den Nachbarländern zu helfen. Das haben wir in der Vergangenheit immer wieder gefordert, auch mit klaren Zahlen. Vielleicht erinnern Sie sich an diese Ausschussreise, die einem kurzen Ausflug gemacht haben, bei dem wir das Lager in Al-Azraq angesehen haben. Das war natürlich sehr interessant, weil wir erfahren haben, dass selbst die Jordanier sehr genau schauen, wen sie zum Beispiel damals aus Syrien aufgenommen haben. Ich möchte jetzt nicht in die Tiefe gehen; denn wir haben noch andere Dinge zu bereden. Eines ist klar: Wenn Sie vielen Leuten helfen wollen, dann machen Sie das bitte vor Ort. Die dort aufgewendeten Kosten sind ein Dreißigstel von dem, was wir pro Person hier in Deutschland aufwenden. Das heißt, wenn Sie 1 000 Menschen helfen wollen, könnten Sie mit demselben Geld 30 000 Menschen an anderer Stelle helfen. Nur wenn wir sie nicht hier haben, haben wir auch nicht diese gesellschaftlichen Verwerfungen. Das wäre ein Weg, der zu gehen ist. Was mich an Ihrem Antrag so aufgeregt hat, ist nicht unbedingt, dass man 500 Kindern helfen möchte – ganz und gar nicht, das ist klar –, sondern dass Sie Kinder vorschieben, um eine andere Agenda zu betreiben, und das, was in diesem gesamten Antrag mitschwimmt, also dass sie diese Sicherheitsprüfung ausschließen wollen und solche Dinge. Das ist nicht fahrlässig, sondern hier unterstelle ich Ihnen Vorsatz. Herzlichen Dank. (Beifall AfD)
