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Thomas Löser

GRÜNE 10.09.2025 Sitzungen 8/18

Vielen Dank, Herr Thumm, für diese Frage. Zunächst – das haben wir auch im Ausschuss gesagt – sind wir uns einig darin, dass die Energiepreise sinken müssen. Es ist richtig, sie sind zu hoch. Das hat aber sehr viele Ursachen. Unter anderem liegt es daran, dass einige sehr konservative Bundesländer die Maßnahmen nicht umgesetzt haben, die dazu führen würden, dass die Leitungen ausgebaut und entsprechende Speicher geschaffen werden. Wir unterscheiden uns sicher in der Frage, wie man die Energiewirtschaft zukunftsfähig aufstellt. Die Klimakrise – auf diesen Punkt habe ich hingewiesen – leugnen Sie einfach. Sie sagen, das gebe es nicht. Es seien Sonnenflecken oder Ähnliches, die dazu führten, dass es wärmer wird etc. Das ist Ihre Haltung, das kann man nachlesen. Wir glauben wie die große Mehrzahl der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dieser Welt, dass der menschengemachte Klimawandel dazu führt, dass Temperaturen ansteigen. Das merkt im Übrigen jeder – auch die Leute im ländlichen Raum. (Zuruf) – Genau, das haben Sie gemerkt. Super, schön, freue ich mich. – Der Punkt, den ich Ihnen sagen will, ist: Wenn Sie das Stromsystem, das Energiesystem nicht anders aufbauen, werden die entstehenden Kosten – und da können Sie mittlerweile jede Versicherung fragen – wesentlich höher, als wenn Sie nicht reagieren würden. Ich gebe Ihnen, wie gesagt, recht, dass die Strompreise zu hoch sind. Auf der anderen Seite ist es so: China zum Beispiel baut die Erneuerbaren massiv aus. Sie kennen die Zahlen der nordischen Länder. Sie wissen, dass dort mittlerweile ein wesentlich höherer Anteil an Erneuerbaren im Netz ist, und daran sollten wir uns orientieren. Am Ende kommt aus der Steckdose nicht Ideologie, Kollege Thumm, sondern einfach nur Strom. In jeder ländlichen Kommune, durch die man fährt, hört man, wie dort die Gegenwindinitiativen unterstützt werden. Sie sprechen ständig von Flatterstrom, von Vogelschreddern und dem ganzen Zeug. Sie können doch jeden Bericht lesen, den es in der Zeitung gibt, – Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Die Redezeit ist jetzt vorbei, Kollege Löser.

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