landtag.sachsen.de ↗

Ferdinand Wiedeburg

AfD 10.09.2025 Sitzungen 8/18

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „75 Jahre Charta der Heimatvertriebenen – Erinnern für Gegenwart und Zukunft“ – heute an die Charta der Heimatvertriebenen zu erinnern, diese mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, ist sicher richtig und auch notwendig. Warum? Was ist heute noch so wichtig daran? Ich erinnere daran, welches Chaos nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland herrschte. Viele Städte waren zerstört, viele hatten nichts mehr, und zu diesem ganzen Elend kamen noch die gewaltsam Vertriebenen aus Südost- und Osteuropa. Es waren ungefähr 8 Millionen Menschen, die in der alten Bundesrepublik Aufnahme fanden, und etwa 4 Millionen Menschen in Mitteldeutschland, also in der DDR. Diese waren in beiden Teilen nicht wirklich willkommen; denn die Deutschen in dem alten Deutschland hatten selbst nichts mehr. Das war eine große Aufgabe. Schlussfolgernd begann man ab 1949, Vereine der Landesverbände zu gründen, und zwar aus all den Gegenden, aus denen die Menschen kamen, aus denen man vertrieben wurde. Es gelang, einen zentralen Verband vertriebener Deutscher zu gründen. Bemerkenswert ist, dass man sich auf eine Charta einigen konnte, die heute noch die Wertegrundlage des Bundes der Vertriebenen ist. Wenn man sieht, wer alles unterschrieben hat, wird man schnell feststellen, dass es glücklicherweise zu dieser Zeit keine Brandmauer gab, sondern Ziele und Inhalte der Charta den Großteil der Landsmannschaften, Landesverbände und Vereine animierten, zu unterschreiben. Zu den Unterzeichnern gehörten hochrangige Offiziere der Waffen-SS, zum Beispiel – – (Juliane Nagel, Die Linke: SS also! – Zuruf Rico Gebhardt, Die Linke) – Das ist einfach die Wahrheit! (Rico Gebhardt, Die Linke: Ich weiß, aber …!) – Ich lobe das gar nicht, ich bringe es einfach an. (Rico Gebhardt, Die Linke: Haben Sie gerade gemacht! –

Alle Reden von Ferdinand Wiedeburg Protokoll ↗