Georg-Ludwig von Breitenbuch
Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich gehöre zu einer der Familien, die fast auf den Tag vor 80 Jahren entschädigungslos enteignet wurden. Insofern möchte ich etwas dazu sagen, was Unternehmertum in unserem Land bedeutet. Unternehmer kümmern sich um Vermögen, was da ist, und mehren es täglich. Sie können das, zumindest immer wieder, besser als der Staat. Das beweist sich immer wieder und hat dazu geführt, dass die soziale Marktwirtschaft mit unseren Regularien zu Wohlstand geführt hat und nicht, weil man gegeneinander gearbeitet hat, sondern weil man in einem Boot sitzt. Man versucht miteinander die Probleme für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber zu lösen. In schwierigen Verhältnissen auf der Welt mühen sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Ihre Unternehmen durch die Zeit zu bringen. (Beifall CDU) Wer das neue Buch von Götz Aly „Wie konnte das geschehen“ über den Nationalsozialismus liest, der sieht, welche böse Wurzel im Neid steckt. Das ist dort sehr gut beschrieben. Der Neid zersetzt eine Gemeinschaft und macht sie letztendlich kaputt. Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Art des Umgangs miteinander zum Ziel kommen. Aufgrund der geschichtlichen Erfahrungen, die wir haben, müssen wir versuchen, gemeinsam unterwegs zu sein. Ich bin viel im Land unterwegs, und es gibt viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Steuern zahlen, die keine Steuerfahndung brauchen, sondern mit dem Finanzamt gut zusammenarbeiten, weil alles transparent ist. Darauf hinzuweisen, was Unternehmertum und was Engagement als Arbeitgeber bedeutet, ist in dieser Debatte ganz wichtig anzusprechen, sonst kommt das zu kurz. (Widerspruch Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Herzlichen Dank. (Beifall CDU und vereinzelt AfD) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Das war für die CDU-Fraktion Herr von Breitenbuch. Nun spricht für die AfD-Fraktion Herr Abg. Peschel.
