Valentin Lippmann
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nach der Staatsregierung und den letzten Worten von Herrn Schuster fällt es mir schwer, noch ein Schlusswort zu halten, denn das wäre fast schon eines gewesen. Ich möchte aber gern noch auf zwei, drei Aspekte dieser sehr wohlwollend und von sehr großer Unterstützung geprägten Debatte eingehen, für die ich mich herzlich bedanke. Ich glaube, das ist genau das richtige Signal, das man zumindest jetzt politisch braucht. Über die weiteren Fragen werden wir uns verständigen müssen. Ich habe volles Verständnis dafür, auch für das BSW und die Argumentation, dass die Frage des finanziellen Bewusstseins etwas ist, das natürlich an den Tag gelegt werden muss. Sie können sich sicher sein – Sie haben gerade den Staatsminister gehört, Sie haben Herrn Patt als Finanzpolitiker gehört, Sie haben auch Herrn Rost gehört –, dass uns diese Frage umtreibt. Deswegen haben wir in diesem Antrag gemeinschaftlich genau das formuliert. Es braucht ein Sponsoringkonzept, damit das entsprechend bereitgestellt wird. Die Frage des Veranstalters bekommen wir, glaube ich, schneller geklärt, Herr Staatsminister, sodass das nicht problematisiert werden muss. Ich sichere Ihnen zu, dass ich Sie gern unterstütze, diese Frage zu klären, damit wir dann auch eine Gesamtverantwortung haben. Denn das ist übrigens der Charme dieser Drei-Länder-Bewerbung, dass es drei verschiedene Player gibt, die sich gemeinsam auf diesen Weg begeben. Ich finde, das ist ein starkes Signal, und wir in Sachsen begreifen uns sehr gern als ein Teil dieses mitteldeutschen Projektes. Ich möchte gern zwei Punkte als Ausblick mitnehmen, was mir sehr wichtig ist, nämlich, dass die Tour nicht an den Vereinen, an der Radsportlandschaft vorbeigeht. Wir haben im Antrag sehr deutlich beschrieben, dass es uns darum geht, dass das Ganze auch nachhaltig ist. Besonders der sächsische Radsport braucht sich nicht zu verstecken. Es wäre schön, wenn diese Bewerbung einen Impuls gibt, den sächsischen Radsport in der Breite zu stärken. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingen kann. Wenn die Aussagen von Herrn Gumprecht am Ende tatsächlich darin münden, dass wir wieder über Etappenrennen – zumindest in Ostdeutschland – reden, dann bin ich der Letzte, der sich darüber beschwert, weil dabei sowohl die Spitze als auch die Breite abgedeckt ist. Beides kann, wie von Herrn Nguyen ausgeführt wurde, durchaus Folge einer Tourbewerbung sein. Ich glaube, dass das die Chance ist, um jenseits des konkreten Ereignisses einen Impuls für den Radsport zu bekommen; vielleicht insbesondere dann, wenn wir die Chance haben, dass auch sächsische Fahrer wieder an der Tour de France teilnehmen. Das wäre noch ein Impuls, zu signalisieren: Radsport in Sachsen lohnt sich. Ansonsten danke ich Ihnen sehr für die wohlwollenden Worte und die breite Unterstützung. Ich habe das Gefühl, wir alle müssten uns demnächst an der Steilen Wand in Meerane treffen, und dann schauen wir mal, wer mit dem Fahrrad hochfährt. (Zuruf AfD: Aber ohne E-Bike!) Das wäre ein Vorschlag für einen Vor-Ort-Termin des Sportausschusses, Herr Staatsminister. Dann kommen wir alle mit den Rädern. (Staatsminister Armin Schuster: Ohne „E“! – Zuruf AfD: Dann sehen wir, wer mit dem E-Bike kommt!) Das zeigt auch die Begeisterung, die ich hier gespürt habe. Gerne ohne „E“, Herr Staatsminister. Ich bin dabei. Von daher treffen wir uns ohne E-Bike an der Steilen Wand von Meerane demnächst bei einem Termin des SportausschusTagesordnungspunkt Erste Beratung Fünftes Gesetz zur Änderung Drucksache 8/2828, Es liegt keine Empfehlung des Präsidiums vor, eine allgemeine Aussprache durchzuführen. Es spricht daher nur als Einreicherin die AfD-Fraktion. Ich übergebe das Wort an Herrn Kollegen Thumm.
