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Rico Gebhardt

Die Linke 27.06.2025 Sitzungen 8/17

Danke schön. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Zeit für die Befragung ist abgelaufen. Ich danke der Staatsministerin und schließe diesen Tagesordnungspunkt. Herzlichen Dank. (Beifall CDU und Staatsregierung) Meine Damen und Herren! Ich eröffne Zeichen der Einigung: Bewerbung France 2030 in Sachsen unterstützen Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ein Traum? – Ja, aber einer, der durchaus wahr werden könnte; (Beifall BÜNDNISGRÜNE sowie vereinzelt CDU und SPD) denn seit einiger Zeit gibt es viele unsichtbare, aber auch umso mehr sichtbare Bestrebungen, im vierzigsten Jahr der Wiedervereinigung einen Auslandsstart der Tour de France in Mitteldeutschland zu erreichen. Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa hatte vor über zwei Jahren bereits die Fühler gegenüber der ASO, also der Tourorganisation, ausgestreckt, und seit letztem Jahr hat sich der Verein „Grand Départ Allemagne 2030“ mit großen engagierten Radsportenthusiasten weiter für dieses Vorhaben eingesetzt. Zuletzt hat die Bundesversammlung von German Cycling – das ist der neue Name des ehemaligen Bundes Deutscher Radfahrer – die Unterstützung dieses Anliegens beschlossen, und der sächsische Ministerpräsident hat bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, wofür ich ihm – auch mit Blick auf seine Regierungserklärung vorgestern – ausdrücklich und als Radsportfan und begeisterter Rennradfahrer auch persönlich danke. Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute als Unterstützung für diese großartige Idee – ja, eben für diesen Traum – zu bekunden. Es wäre nicht nur ein großartiges europäisches Sportereignis, das in einem besonderen Jahr für unseren Freistaat hier stattfinden könnte, es wäre auch für unsere Region eine einmalige Chance. Denn wenn Hunderte Millionen die Übertragung der Etappen verfolgen, ist dies eine fast schon unbezahlbare Werbung für unsere Region; (Beifall BÜNDNISGRÜNE, Sören Voigt, CDU, und Albrecht Pallas, SPD) denn schöne Landschaften, Schlösser, Burgen und Gärten – alles, was für die Übertragung dann von Relevanz ist, wenn gerade einmal nicht so furchtbar viel im Rennen geschieht – haben wir in Sachsen bekanntermaßen reichlich. Auch der Tourismus würde massiv von einem Start der Tour direkt profitieren. Nach konservativen Schätzungen bringt jeder investierte Euro ungefähr das Drei- bis Neunfache an direkten Einnahmen für den Tourismus und die Gastronomie. Werte Kolleginnen und Kollegen! Von einem Start der Tour kann auch ein nachhaltiger Impuls für den Radsport in Sachsen ausgehen; denn genau hier liegt bekanntermaßen regelmäßig einiges im Argen. Weniger Nachwuchsrennen und hohe Kosten für Streckensperrungen machen die Nachwuchsförderung gerade im Straßenradsport immer schwerer. Großartige Veranstaltungen wie der European Peace Ride zeigen uns indes, wie groß die Begeisterung für den Radsport auch und gerade in Sachsen ist. Der Stern eines TourStarts am Horizont kann hier genauso Kräfte freisetzen wie ein starkes Begleitprogramm, das die Begeisterung für den Radsport und eine langfristige Unterstützung weiter fördert. Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir wissen, dass es bei Weitem kein Selbstläufer ist, den Grand Départ der Tour de France ausgerechnet nach Mitteldeutschland und nach Sachsen zu holen, aber wohl kaum war die Chance größer. Bekanntermaßen legt die Tourorganisation durchaus großen Wert auf historische Zusammenhänge bei der Auswahl von Auslandsstarts, und es wäre in der Tat ein großes, wichtiges und mächtiges Signal im vierzigsten Jahr der deutschen Wiedervereinigung. (Beifall BÜNDNISGRÜNE, Sören Voigt, CDU, und Albrecht Pallas, SPD) Es wäre auch eine Würdigung der friedlichen Revolution, die ihren Ausgang in Sachsen nahm und die Grundlage für ein auch sportlich geeintes Europa war, und eine Würdigung der Aufbauleistung unseres Freistaates in den letzten Jahrzehnten. Mit dem vorliegenden Antrag bekunden wir nicht allein die Unterstützung dieses Anliegens, sondern wir fordern die Staatsregierung auf, mit den interessierten Kommunen, den Initiatoren und den vielen zivilgesellschaftlichen Bestrebungen eine gemeinsame Bewerbung zu koordinieren und sich zugleich um die Gewinnung von Sponsoren für diese Idee zu bemühen. Ich danke ausdrücklich der Koalition, dass dieser Antrag im Sinne einer gemeinsamen Vision für das Jahr 2030 erfolgreich konsultiert werden konnte und wir heute wahrscheinlich einen sehr wichtigen Beschluss gemeinsam dazu fassen können. Das ist ein wichtiges Signal gegenüber den Organisatorinnen und den Organisatoren, gegenüber der Zivilgesellschaft, aber auch gegenüber den vielen Engagierten für dieses großartige Projekt. (Beifall BÜNDNISGRÜNE, Sören Voigt, CDU, und Albrecht Pallas, SPD) Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn Sie also wollen, dass der Traum, den ich Ihnen zu Beginn meiner Rede skizziert habe, wahr werden kann und dass wir uns ziemlich genau in fünf Jahren am Start der Tour de France in Sachsen gemeinsam versammeln können, dann stimmen Sie bitte diesem Antrag zu. Vielen Dank. (Beifall BÜNDNISGRÜNE, Sören Voigt, CDU, und Albrecht Pallas, SPD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Lippmann brachte den Prioritätenantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein. Nun spricht für die CDU-Fraktion Kollege Rost. Bitte schön, Herr Kollege.

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