Prof. Constanze Geiert
Bei den beiden Projekten „Halbe Treppe“ und „Pier 36“ sind die Plätze in der Regel ausgelastet, dort sind es nicht zu wenige, aber das sind auch sehr kleine Projekte. Das Projekt, bei dem die Auslastung regelmäßig nicht so gut ist, ist das „Seehaus“ in Leipzig. Dort kommen wir bei 14 Plätzen auf zwischen 7 und 10 Gefangene, die den Vollzug in freien Formen absolvieren können. Dennoch halte ich gerade die Vollzugsform wie im „Seehaus“ für Jugendliche und Heranwachsende für ganz wichtig, weil wir keine Straftäterbiografien schaffen wollen. Dort werden die Jugendlichen, die teilweise aus schwierigeren Verhältnissen kommen, an Tagesstrukturen gewöhnt, an Tagesabläufe, und damit hoffentlich resozialisiert. Insofern schauen wir insbesondere beim „Seehaus“, wie man das tatsächlich stabilisieren kann. Es muss finanziell nachvollziehbar und darstellbar sein, und so sind wir auf der einen Seite im Gespräch mit Nachbarländern, damit diese auch Vollzugsplätze belegen und gleichzeitig Grundlasten mittragen. Auf der anderen Seite müssen wir schauen, ob man Plätze reduziert oder Ähnliches. Das haben wir im Blick, und dort prüfen wir, ob es Möglichkeiten gibt, tatsächlich einzusparen. Was für mich keine Lösung wäre: das „Seehaus“ nicht mehr zu haben. Ich halte es für wirklich wichtig. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Wir hätten noch eine gute Minute für eine ganz kurze Frage und eine ganz kurze Antwort.
