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Martina Jost

AfD 27.06.2025 Sitzungen 8/17

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Frau Koch, mit Ihren – wie haben Sie es gesagt? – Bingos sind Sie gut vorbereitet. Ich hatte das ja in meinem ersten Redebeitrag bereits erwähnt: Es ist natürlich immer die klare Linie, die politische Agenda, die natürlich die ganzen Lesben und Schwulen und Christopher-Street-Day-Vereine haben, die sie auch auf ihren Webseiten ordentlich beschreiben. Der Kampf gegen rechts – es ist immer der klare Faden, den sie dort spinnen. Das ist natürlich Wording und Framing und soll auch die entsprechende Wirkung gerade bei solch einer Debatte erfahren. Ich will noch einmal darauf eingehen. Sie sagen ja, Menschen seien noch nicht gleichgestellt, und führen Beispiele von lesbischen Paaren an, wenn die Kinder geboren werden. Es sind gesetzliche Regelungen, die im Personenstandsregister, im Erbschaftsregister, in der Nachfolge gelten. (Zuruf Sophie Koch, SPD) Dass dies noch nicht geregelt ist, dazu bedarf es einer gesellschaftlichen Diskussion und einer Diskussion in den gesetzgeberischen Einheiten, in den Parlamenten, und es muss auch Menschen geben – und die sollten auch Sie mit Respekt behandeln –, die das vielleicht nicht wollen oder die das vielleicht anders sehen. Ja, damit sind wir ja noch gar nicht am Ende. Sie haben im Moment die Deutungshoheit sehr stark in dieser Richtung in der Politik, aber es gibt dazu auch eine Gegenbewegung und die muss genauso respektvoll behandelt werden. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Wir haben eine Gesellschaft und ich bin mit denen aufgewachsen. Damals haben Sie wahrscheinlich noch nicht gelebt; davon gehe ich mal aus. Wir sind mit den Paraden groß geworden. Für uns waren Boy George oder George Michael mit ihren Outings Helden. Die fanden wir toll. Es gab super – heute würde man sagen queere – Schwulenund Lesben-Theater- und Fernsehaufführungen. Die fanden wir alle toll. Das waren künstlerische, oft satirische Meisterleistungen. Aber Ihre ganze Community, Ihre woke Community hat das derart auf die Spitze getrieben, dass viele Teile der Gesellschaft – – Sie sagen gleich wieder Nazis. Sie müssten das wissen, welche Auseinandersetzungen in den letzten Jahren in den Schwulen- und Lesbenverbänden geführt worden sind, und nicht alle und viele sind damit nicht einverstanden gewesen, dass ihre Sexualität für woke Klientelpolitik ausgenutzt wird. Es gab sehr viel Streit. Konservative Schwule und Lesben sind aus den Verbänden vertrieben worden, mit der Entwicklung hin zur Transideologie und zur queeren Politik. Das muss man einfach mal dazu sagen. Sie wollen diese Kritik nicht hören. Sie sind ja auch QueerBeauftragte. Ich würde mir wünschen, dass Sie vor den Schulen in Berlin stehen, wo schwule Lehrer bedroht werden. Dort sollten Sie sich hinstellen und nicht in Sachsen irgendetwas unterstellen, was die AfD hier tun oder unterstützen würde. (Beifall AfD) Ich würde mir auch wünschen, dass Sie genau dort, wo die Scharia von irgendwelchen Schüler-Communities eingeführt werden soll, stehen und dafür sorgen, dass die Mädchen nicht unter das Kopftuch gezwungen werden. Ich würde mir wünschen, dass Sie bei der Konferenz in Bonn auftreten. Ich habe jetzt die Abkürzung des Psychologen- und Psychiaterverbandes vergessen, die sich um die Geschlechtsdysphorie kümmern möchten. Sie wollten dazu wissenschaftlich diskutieren, und der LGBTQ-Sternchen-Verein und -Verband haben dagegen demonstriert, sodass sie die Veranstaltung von ihrer Webseite nehmen mussten und die wissenschaftliche Debatte nicht führen konnten. Das möchte ich hier noch einmal gesagt haben. Danke, Frau Nagel, für die Antwort an Frau Schwietzer. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Ihre Redezeit ist abgelaufen.

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