Heiko Gumprecht
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu diesen drei Punkten eine punktweise Abstimmung beantragen. Liebe Linke, nicht ideologische Projekte schaffen die Integration im Sport, sondern der Sport selbst. Sport trägt in vielerlei Hinsicht erheblich zur Integration bei. Einige Gründe, warum Sport Integration fördert: Im Sport steht die Handlung im Vordergrund, nicht die Sprache. Das gemeinsame Spiel, die Gesten und Emotionen auf dem Feld ermöglichen eine Kommunikation, die über Worte hinausgeht. Sportvereine bieten eine bestehende soziale Struktur. Man ist Teil eines Teams, verfolgt gemeinsame Ziele und teilt Erfolge und Misserfolge. Dies stärkt das Gefühl der Zugehörigkeit und des Wir-Gefühls, was für die Integration entscheidend ist. Sport vermittelt wichtige soziale Werte wie Fairplay, Teamgeist, Respekt, Disziplin und Toleranz. Vielleicht wäre es bei Ihnen einmal angebracht gewesen, dass Sie in einen Verein gegangen wären. (Juliane Nagel, Die Linke: Sie meinen wohl sich selbst!) Im Sport zählen Leistung, Einsatzbereitschaft und Charakter, nicht die Herkunft. Durch den persönlichen Kontakt und das gemeinsame Erleben werden Vorurteile und Stereotypen auf beiden Seiten abgebaut. Man lernt sich schließlich als Mensch kennen. Der Sportverein ist oft ein wichtiger Treffpunkt im lokalen Gemeinwesen. Deshalb muss man Sportvereine stärken und nicht sinnlose Integrationsstellen schaffen. Von daher sind diese Gelder in dem Punkt zu streichen. Damit kommen wir zum nächsten Änderungsantrag. Sächsische Sportstätten unterliegen schon heute einem massiven Investitionsstau. Wenn Sportler in Sachsen bleiben sollen, muss investiert werden. Sportvereine und Sportler benötigen vernünftige, funktionale und vor allem sichere Sportstätten. Natürlich werden auch genügend Sportstätten benötigt; denn schon heute kann nicht allen Kindern oder Jugendlichen, die Vereinssport betreiben wollen, ein entsprechendes Angebot unterbreitet werden. Damit kommen wir zum wichtigsten Änderungsantrag. Was bringt die modernste Sportstätte, wenn nicht genügend Trainer zur Verfügung stehen? Schon jetzt erleben wir die Abwanderung von Trainern und Übungsleitern in die Nachbarbundesländer oder in das Schulwesen. Diese Abwanderung muss gestoppt und das Traineramt in Sachsen gestärkt werden. Deshalb werbe ich um Ihre Zustimmung. Noch ein Punkt zu Herrn Böhme – nein, zu Herrn Lippmann. Herr Lippmann, Sie haben gesagt, der Landessportbund sei zufrieden. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Was? Ich soll das gesagt sagen?) Das haben Sie heute gesagt. Ich weiß nicht, wie Sie zu der Annahme kommen. Herr Böhme und ich waren die einzigen, die sich mit dem Landessportbund getroffen haben. (Sören Voigt und Jan Löffler, CDU: Was?) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war die Einbringung des Änderungsantrags durch Herrn Kollegen Gumprecht von der AfD-Fraktion, der gleichzeitig punktweise Abstimmung beantragt hat. Gibt es den Wunsch nach einem Redebeitrag? – Ich sehe den Kollegen Lippmann am Mikrofon 4. (Unruhe im Saal – Glocke des Präsidenten) Möglicherweise mit dem Begehr einer Kurzintervention?
