Mike Moncsek
Werter Herr Präsident! Werte Kollegen! Die BSW-Fraktion, Herr Professor, leistet mit diesem Antrag eigentlich Regierungsarbeit. Das muss man deutlich sagen. Sie beantragen genau das, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist, nämlich die Verdoppelung des Meisterbonus. Wir verfolgen – das konnten Sie dem Beitrag meines Kollegen Beger entnehmen – ein etwas anderes Ziel. Nichtsdestotrotz können wir dem BSW-Antrag folgen, weil wir uns im Ziel, den Meisterbonus zu verdoppeln, einig sind. Wir wollen duale Ausbildung im Handwerk. Wir wollen das Handwerk entlasten und die Meisterausbildung stärken. Wir wollen den nächsten Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung gehen. Herr Minister, ich erinnere mich an Ihr Zitat von vorhin, als Sie sagten, dass das Erfolgskriterium von Sachsen gut ausgebildete Fachkräfte sind. Was ist es denn, was da fehlt? (Zuruf Staatsminister Dirk Panter) Der Meister im Handwerk ist der Schlüssel dafür, dass das Handwerk die Fachkräfte hervorbringen kann. (Staatsminister Dirk Panter: Hören Sie doch zu, was ich sage!) Von dem Streichquartett der Koalition kommt da nichts. Wir erleben wieder einmal Ihre Willenlosigkeit nach dem großen Wahlkampfgetöse, das besonders auf Sie, Herr Ministerpräsident, ausgerichtet war. Das sind alles leere Worthülsen. Wer etwas gegen die Stagnation und den Rückgang beim Handwerk und etwas für die Meisterabschlüsse tun will, muss jetzt handeln. Wer den Bürgern, die für Wertschöpfung sorgen, Anerkennung und Respekt zollen möchte, der muss jetzt und nicht irgendwann Geld in die Hand nehmen. Handwerk soll nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns goldenen Boden haben. Jeder, der irgendwann einmal gebaut oder einen Handwerker gebraucht hat, der weiß, was es bedeutet. Wenn einmal etwas weg ist, möchte ich nicht der letzte seiner Art sein. Wir möchten das und stimmen daher dem BSW-Antrag zu. An die Kollegen der CDU und der Streichkoalition: Es geht um einen Haushalt im Freistaat Sachsen – was Sie ja immer wieder hervorheben –, welcher auch möglich wäre und ist. Aber der Unterschied ist: Wir wollen einen Haushalt für unsere Bürger in Sachsen, für das Ehrenamt, für die Familien und nicht einen Haushalt, der in der Zukunft nicht zu einem erfolgreichen Sachsen führt. Vielen Dank. (Beifall AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Moncsek sprach für die AfD-Fraktion. Nun spricht für die Fraktion CDU Kollege Ritter an Mikrofon 6; bitte schön.
