Martin Dulig
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich finde es ja gut, dass sich die AfD ganz klar gegen die Kulturhauptstadt positioniert. (André Barth, AfD: Hat sie doch gar nicht! – Zuruf AfD: Zuhören! – Lachen AfD) Denn, Entschuldigung, wenn man in einem laufenden Kulturhauptstadtjahr denen die Mittel wegnimmt, ist das ja nichts anderes, als zu sagen: Wir wollen es nicht. – Gut, das ist damit dokumentiert. Aber ich will an dieser Stelle auch noch einmal deutlich sagen, (Zuruf Susanne Schaper, Die Linke) warum wir Ihre anderen Änderungsanträge ablehnen. (André Barth, AfD: Warum denn?) Die Grundhaltung, mit der Sie Ihre Anträge stellen, ist das Problem. (Zuruf AfD: „Grundhaltung“? – Lachen AfD) Sie haben Angst. Sie haben Angst vor Widerspruch. Sie haben Angst, dass man sich mit Ihnen auseinandersetzt. Kunst und Kultur will genau das. (Unruhe AfD – Dr. Ingolf Huhn, BSW, steht am Mikrofon.) Nur: Kunst hatte schon immer die Aufgabe, sich mit den Herrschenden anzulegen – egal, ob mit den herrschenden Zuständen oder mit herrschenden Personen. (Torsten Gahler, AfD: Sind wir herrschend? Ist mir was entgangen? – Zuruf Martina Jost, AfD) Wenn es danach ginge, müsste jede Regierung Kunst und Kultur infrage stellen, weil sie meistens die ersten Adressaten sind. Doch für ein lebendiges Leben braucht es genau dieses Verständnis von Kunst und Kultur. Sie haben schlichtweg Angst vor dieser Vielfalt. Sie haben Angst vor dieser Auseinandersetzung. Diese Angst machen wir nicht mit, und genau deshalb lehnen wir Ihre Änderungsanträge ab. (Beifall SPD –
