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Gerald Eisenblätter

SPD 24.06.2025 Sitzungen 8/15

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Uns allen ist wohl bewusst, dass Spitzenforschung zu neuen Erkenntnissen, Technologien und Lösungen führen soll, um gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können. Sie ist die Basis für Innovation und Fortschritt in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, sowohl Spitze als auch Breite weiter zu fördern sowie Forschung und Lehre eng miteinander zu verzahnen. Schon Albert Einstein stellte fest: „Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört, zu fragen.“ Am vergangenen Freitag durfte ich der Verleihung des Leipziger Wissenschaftspreises beiwohnen. Ich lauschte einem Vortrag von Professorin Dr. Antje Körner. Sie fragt in ihrer Forschung, welche Faktoren Adipositas begünstigen und welche Komplikationen bei dieser Krankheit auftreten können, die sich häufig schon im Kindesalter zeigt. Professorin Körner ist nicht nur Trägerin des Leipziger Wissenschaftspreises 2025, sie ist gemeinsam mit Professor Dr. Michael Stumvoll und Prof. Dr. Matthias Blüher Sprecherin des frisch gekürten Leipziger Exzellenzclusters LeiCeM oder auch Leipzig Center of Metabolism. Blickt man auf den 22. Mai zurück, bleiben ohne Zweifel Stolz und Freude. Mit der Veröffentlichung des positiven Votums für nun insgesamt sechs sächsische Exzellenzcluster – und damit drei mehr als bisher – wird die internationale Spitzenforschung aus Sachsen künftig noch stärker sichtbar sein. Die Exzellenzkommission hat die Stellung Sachsens als Leuchtturm der deutschen und internationalen Spitzenforschung bestätigt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle noch einmal den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den vielen mit betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden zu diesem herausragenden Erfolg. (Beifall Albrecht Pallas, SPD, und Sören Voigt, CDU) Mit dieser Entscheidung werden die Universitäten in Leipzig und Dresden ab Januar 2026 rund 200 Millionen Euro an Fördermitteln aus der Exzellenzstrategie erhalten. Mit fünf Clusteranträgen war die Technische Universität Dresden besonders erfolgreich. Sie zählt damit weiterhin zu den forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und darf sich jetzt erneut um den Status der Exzellenzuniversität bewerben. (Beifall SPD und Staatsminister Sebastian Gemkow) Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werfen im Sinne von Einstein grundlegende Fragen auf. Sie forschen zu klimaneutralem und ressourceneffizientem Bauen, Stoffwechselgesundheit, Quantentechnologien, der Physik des Lebens, verantwortungsvoller Elektronik sowie Kommunikationsnetzen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Das alles sind Themen unserer Zeit, die globale und gesellschaftliche Herausforderungen adressieren. Die erreichten Erfolge beweisen, dass der sächsische Weg aufgeht und sich die langfristigen Investitionen in Forschung und Entwicklung lohnen. Dabei liegt Sachsen mit 0,86 % des Bruttoinlandsproduktes bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich der Hochschulen auf Platz 2 im Ländervergleich, direkt hinter Berlin. Betrachtet man alle Bereiche, landet Sachsen mit 3,02 % des Bruttoinlandsproduktes für F- und E-Ausgaben im oberen Mittelfeld. Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, wie breit die Wissenschafts-, Hochschul- und Forschungslandschaft in Sachsen aufgestellt ist. Dies wurde auch im Weißbuch für die Forschung in öffentlichen Wissenschaftseinrichtungen im Freistaat Sachsen dokumentiert. Das Weißbuch kann uns in Zukunft dabei helfen, strategische forschungspolitische Entscheidungen zu treffen. Nicht nur angesichts knapper Kassen sind wir jetzt in einer Phase angekommen, in der wir uns auf unsere Stärken konzentrieren sollten. Nur so können die bislang gewachsenen Forschungskerne und damit verbundene Netzwerke gestärkt werden. Die Hochschulen sind unser festes Fundament für eine vielfältige und exzellente Forschungslandschaft. Sie sind der Nukleus für Innovation, Transfer und Fachkräftegewinnung. Für die SPD-Fraktion ist klar, dass aus exzellenter Forschung auch exzellente Lehre entstehen muss. Die Universitäten Dresden und Leipzig haben jetzt die Chance, mittels forschungsorientierter Lehre innovative Konzepte zu etablieren. Nur so können die Forschungsergebnisse der nächsten Jahre nachhaltig in künftige Generationen von Wissenschaftler/-innen hineinwirken. Die Exzellenzentscheidung ist ein starkes Signal für die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Sachsen. Jetzt gilt es, gemeinsam für die entsprechenden Rahmenbedingungen, zum Beispiel neue Forschungsbauten und Unterstützung bei der Vernetzung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen, aber auch der notwendigen Kofinanzierung zu sorgen. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Ihre Redezeit ist abgelaufen.

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