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Thomas Prantl

AfD 24.06.2025 Sitzungen 8/15

Das waren jetzt mehrere Fragen von Ihnen, Herr Günther, ganz herzlichen Dank dafür. Ich beantworte Ihnen diese sehr gern. Zur ersten Frage, ob mir das bewusst ist und ob ich weiß, dass der Grundwasserspiegel in Sachsen sinkt. Natürlich ist das eine Folge langjähriger Trockenheit, Herr Günther. Ich weiß auch, wo die größten Grundwasserspeicher liegen: Das sind unsere Wälder. Der Freistaat Sachsen hat es in den letzten 20 Jahren trotz großer Anstrengungen nicht geschafft, die Waldmehrung in Sachsen umzusetzen. Angepeilt war ein moderater Wert von 29 % Waldfläche bei derzeit circa 28 %. Es ist also lediglich eine Steigerung um 1 % der Landesfläche Wald. Das ist bisher nicht gelungen. Stattdessen wird geplant, Wälder für die klügste Energiewende und die dümmste Energiepolitik der Welt in Anspruch zu nehmen. Sachsens Wälder sollen den Windrädern zum Opfer fallen, sie sollen gerodet und abgeholzt werden. Damit fällt natürlich auch ein wichtiger Grundwasserspeicher weg. (Wolfram Günther, BÜNDNISGRÜNE, unterhält sich.) – Herr Günther, Sie haben mir eine Frage gestellt. Hätten Sie die Freundlichkeit, mir zuzuhören, wenn ich Ihnen darauf antworte? – Herzlichen Dank. (Beifall AfD und BSW) Herr Günther, auch in Ihrer Zeit als Umweltminister muss Ihnen bewusst geworden sein, dass Ihr Slogan „Windkraft überm Wald“ natürlich nichts weiter als ein Betrug an der Wissenschaft und ein Betrug am Bürger ist. Die 200 Meter hohen Windräder schweben schließlich nicht frei. Das gibt es nur in der grünen Fantasiewelt. Auch im Wald müssen Stahlbetonfundamente errichtet werden. Diese sind keineswegs kleiner als die Stahlbetonfundamente auf dem Acker und auf Grünland. Was machen wir denn, wenn wir Fundamente graben? Diese setzen wir nicht in irgendwelche nassen Pfützen, sondern auch dabei muss der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. So hat das eine etwas mit dem anderen zu tun. Die Wälder, die Wiesen und die Felder sind die Wasserspeicher. Sie regulieren im Übrigen auch das örtliche lokale Klima, während Sie versuchen, mit Windrädern und Solaranlagen das Weltklima zwischen Arktis und Antarktis zu retten. Das ist ein ziemlich großes Gebiet für meine Begriffe; ich hoffe, dass Ihnen das bewusst ist. Sie versuchen, das Weltklima von dem stecknadelkopfgroßen Deutschland aus zu retten, indem Sie Wälder kahlschlagen und Windräder hinstellen sowie unsere Felder und Wiesen mit Solaranlagen zupflastern. Sie schaffen sich damit ein Klimaproblem vor Ort. Wer Wälder rodet, sorgt dafür, dass es heißer und trockener wird. (Beifall AfD) Verstehen Sie das? Also: Können Sie mir folgen? (Heiterkeit AfD – Zuruf Wolfram Günther, BÜNDNISGRÜNE) Wer Ackerflächen und Grünland mit Solaranlagen zuknallt, wie in Leipzig Land diese 500 Hektar oder wie vor den Toren der Montanregion Erzgebirge in AnnabergBuchholz geplant – dort geht es um nicht ganz so viel wie in Leipzig Land; dort ist es nur eine halbe Million Quadratmeter, die Sie zulassen wollen –: Glas kann, anders als Pflanzen, kein Wasser aus dem Boden ziehen und über Spaltöffnungen an die Atmosphäre abgeben und damit die Atmosphäre abkühlen, sondern Glas wird im Sommer einfach mal heiß: 50, 60, 70 Grad. Die Anwohner in der Nähe einer Solaranlage merken das. Das, was 70 Grad sind, Herr Günther, das nennt man Hitze. Und darum geht es schließlich in dieser Debatte. Danke für die Frage. (Beifall AfD) Sie haben mich noch gefragt, was das in mir auslöst. Nachdenken. Das löst es aus. (Zuruf BÜNDNISGRÜNE: Das wäre sehr schön!) So ist das, Herr Günther. Es wird oft angenommen, dass heiße Tage eine massive Belastung für das Herz-Kreislauf-System darstellen und steigende Temperaturen automatisch zu einer erhöhten Sterblichkeit führen würden. Was sagen uns hierzu die Gesundheitsdaten? Die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit ist in den Wintermonaten am höchsten – im Winter! – und im Sommer am niedrigsten. Gleiches gilt für die Anzahl der Krankenhauseinweisungen. Das belegt – Herr Günther, auch für Sie – eine Studie des Umweltbundesamtes ganz eindeutig. Nach Ihrer Logik, werte Linke, müssten die südlichen und wärmeren Länder Europas mehr Herz-Kreislauf-Kranke haben als die nördlichen kühleren Länder. Warum ist aber genau das Gegenteil der Fall? Warum ist es umgekehrt? Warum sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Spanien, in Italien, in Portugal oder in Griechenland seltener als beispielsweise in Dänemark, in Norwegen, in Schweden oder in Deutschland? Warum ist das so? Das ist so, weil Ihre Alarmprognosen nämlich eines unterschlagen: Das ist die Anpassung des menschlichen Organismus an die Klimaveränderungen. Die Menschen in Spanien – – (Luise Neuhaus-Wartenberg, Die Linke: So ein Unsinn! Sie haben einfach keine Ahnung! Aber warum auch?) – Das ist kein Unsinn, Frau Neuhaus-Wartenberg. Es gibt kurzfristige Anpassungen. Das nennt man Akklimatisation. Der Organismus kann sich mittelfristig an Klimaveränderungen anpassen, und er kann sich langfristig evolutionär an Klimaveränderungen anpassen. So funktioniert das Leben auf dem Planeten Erde seit vielen Milliarden Jahren, liebe Linke. Die Menschen in Spanien sind also an ihre heißen Sommer gewöhnt, genauso wie die Skandinavier an ihre kühlen Winter. Über die positiven Auswirkungen von Warmperioden auf unsere Gesundheit spricht übrigens auch das von Herrn Günther bereits zitierte Robert Koch-Institut. Ich zitiere eine andere Stelle: „Die touristischen Ströme in Richtung Süden sind ein ansehnlicher Beleg für die Sehnsucht des mitteleuropäischen Menschen nach Wärme und Sonnenschein. […] Diese allgemeine, sicherlich von den meisten Menschen geteilte Lebenserfahrung sollte den Blick öffnen für mögliche positive gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels.“ – Das sind die Aussagen des Robert Koch-Instituts. Bei dieser Gelegenheit, Herr Günther, muss ich Sie erneut korrigieren. Sie hatten erklärt, dass das Robert Koch-Institut für Sachsen 2 400 Hitzetote ausgewiesen hat. Hören Sie mir bitte zu, Herr Günther: Diese Zahl ist falsch. Sie bezieht sich auf die gesamte Bundesrepublik. Das nur zur Richtigstellung an dieser Stelle. (Beifall AfD) Ein warmer, sonniger Sommer verursacht weniger psychische Störungen und Erkrankungen. Auch das wird in zahlreichen Studien nachgewiesen. Besseres Wetter regt im Allgemeinen zu mehr Bewegung an. Das fördert die Fitness, das Wohlbefinden und bringt langfristig auch die Senkung krankheitsbedingter Lasten. Das sind Binsenweisheiten, die wir nun hier im Parlament auf Wunsch der Linken austauschen. Nein, wir werden die gesundheitlichen Risiken von Hitzeperioden weder ignorieren noch kleinreden, aber Ihrer Panikmache treten wir entgegen, denn Ihr politischer Daueralarm ist es, der immer mehr Menschen im Land krank macht. Ihre irrationale Panikpolitik geht dem Bürger entweder nur auf die Nerven oder sie löst negative Gefühle wie Angst oder Verzweiflung aus, wenn die Menschen Ihren apokalyptischen Horrorvisionen auf den Leim gehen. (Zuruf Rico Gebhardt, Die Linke) Aber das Geschäft mit der Angst der Menschen und das systematische Erzeugen und Verbreiten von Angst gehören seit jeher zum politischen Betrieb: Angst vor dem Ozonloch, Angst vor dem Klimawandel, Angst vor Feinstaub, Angst vor Nitrat, Angst vor Stickoxiden, Angst vor dem Spurengas CO und jetzt Angst vor Hitze. Dunkelrote Wetterkarten verkünden das sommerliche Unheil. Ihr kopfloser, politisch-medialer Angstbetrieb ist ganz im Geiste von Greta Thunberg, die im Jahr 2019 rief: „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ Wer ununterbrochen irrationale Ängste schürt, das Denken lähmt und den Menschen ein schlechtes Gewissen einredet, hat eine Mitschuld am negativen Denken.

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