Thomas Prantl
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Sachsen war im Frühlingsmonat Mai die kühlste Region bundesweit. Der Monat Mai lag mit durchschnittlich 11,7 Grad Celsius deutlich unter dem Jahresschnitt. Es war minus 0,6 Grad Celsius kälter als sonst – und prompt, Anfang Juni, warnt das Bundesgesundheitsministerium nach diesem kalten Mai mit Alarmstufe dunkelrot, warnt sauertöpfig vor Bratwurst, Grill und Bier im Garten. „So geht das nicht, das ist gefährlich, die Hitze ist zu groß.“ Schriller geht immer. Werte Kollegen! Statt sich mit immer schrilleren Warnungen überbieten zu wollen, sollten wir uns doch unseres gesunden Menschenverstandes bedienen. Reagieren wir einmal gelassen mit einem nüchternen und differenzierten Blick; denn generell waren warme Sommer immer besser als kalte und nasse Sommer. Jeder weiß und spürt, wie das Wetter das seelische und körperliche Wohlbefinden beeinflusst. Und ja, Hitze kann nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich sein. Das ist eine Binsenweisheit. (Wolfram Günther, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.)
