Matthias Berger
Lassen Sie mich erst einmal ein Stück weit vortragen, danach sofort. Es sind die Lehrer, die zwischen die Fronten geraten von immer komplizierter werdenden Kindern, von problematischeren Eltern und von Migrationsproblematiken. Sie wären heilfroh, wenn dieses Thema erledigt wäre. Damit Sie verstehen, was ich meine, werde ich Ihnen eine Anekdote aus meinem Erleben als Vater erzählen. Ich habe es weitestgehend gescheut, als Bürgermeister Elternabende zu besuchen, weil man da immer die ganzen baulichen Probleme bei mir ablegen konnte. Am Ende dieses eigentlich lapidaren Elternabends sagte die Klassenleiterin in den Raum – das war gerade die Hochzeit der Klimaproteste Fridays for Future –: „Meine Damen und Herren, es gilt wie immer: Wenn Ihre Kinder bei Fridays for Future teilnehmen wollen, brauchen sie keine Entschuldigung abzugeben.“ Das hat mich zu der Frage veranlasst, ob es in Deutschland denn nicht eine Schulpflicht gäbe. (Beifall AfD und BSW) Die Lehrerin bekam einen roten Kopf, und am nächsten Tag gab es eine Vollversammlung im Lehrkörper. Man hat sich dann bei mir mehr oder wenig entschuldigt und gesagt: „Na ja, wir wissen es auch nicht so richtig.“ Die Mehrzahl der Lehrer hat im direkten Gespräch dann zu erkennen gegeben, dass sie das auch nicht gut finden und am Freitag lieber Unterricht gemacht hätten. Auf meine Nachfrage in Dresden wurde mir signalisiert, dass ich den Ball flach halten solle, denn das wäre politisch so gewollt. (Zuruf CDU: Ja, klar!) Genau so war es. (Zuruf CDU: Natürlich! – Zurufe SPD) Daran sehen Sie, in welche schlimme Situation Lehrer oft kommen. Sie haben nicht die Autonomie und die Regelungsgewalt, die wir uns alle wünschen. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, sie zumindest von dieser Problematik, dieser Handynutzung, zu befreien. Vielen Dank. Ich bitte Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall AfD und BSW) Es gab noch eine Anfrage von Herrn Eisenblätter. Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Möchten Sie Ihre Anfrage stellen? (Zuruf AfD: Das ist jetzt zu spät!) – Jetzt ist es zu spät.
