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Luise Neuhaus-Wartenberg

Die Linke 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Es gibt Ideen, die klingen auf den ersten Blick einfach, fast zu einfach. Ein generelles Handyverbot an Schulen klingt für einige hier ordentlich nach Ruhe, nach Fokus, nach Kontrolle. Aber manchmal braucht es mehr als nur ordentliche Lösungen. Manchmal, oftmals sogar, braucht es Realitätssinn und vor allem Vertrauen. (Zuruf AfD) Wir leben in einer Gesellschaft, in der Smartphones längst Teil des Alltags sind, nicht nur als Spielzeug, sondern als Werkzeug, Notruf, Nachschlagewerk, Kalender, Klassenchats usw. usf. Für viele Kinder ist das Smartphone kein Luxus, sondern Lebensrealität. Wenn diese Realität vor der Schultür endet, dann wird Schule ganz schnell zur Insel, aber nicht zur sicheren, sondern zur realitätsfernen, auch in der Grundschule und vor allem, wenn man bedenkt, dass dem Grunde nach die Kids von heute bereits im Kleinkindalter mit Smartphones und Tablets hantieren. Dazu möchte ich Ihnen ein Beispiel nennen: An der Schule der Tochter einer Freundin sind Handys im Schulgebäude grundsätzlich verboten. (Beifall Dr. Ingolf Huhn und Jens Hentschel-Thöricht, BSW) Gleichzeitig läuft der Stundenplan nur digital. Das war zu Beginn des Schuljahres explizit die Ansage. Das wiederum bedeutet aber: Wie gehen wir im Schulalltag mit den Unterrichtsausfällen um? Wann erfahren sie davon? Wie gehen sie mit Raumänderungen etc. um? Das alles gibt es ausschließlich per App, aber ohne Handy hat man darauf keinen Zugriff, und es ist damit völlig am Thema vorbei. (Ines Biebrach, BSW, steht am Mikrofon.) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Frau Neuhaus-Wartenberg, gestatten Sie eine Zwischenbemerkung?

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