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Tobias Heller

AfD 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Nutzung digitaler Endgeräte scheint sich leider bei Kindern und Jugendlichen zu einer regelrechten Smartphone-Seuche zu entwickeln. Überall im täglichen Leben beobachtet man Personen, die sich auf einer Glasscheibe wischend durch den Tag bewegen und ihre Umwelt kaum noch wahrnehmen. Oft grenzt der Umgang mit dem scheinbar so unentbehrlichen Gerät bereits an drogensuchtartiges Verhalten. Einige Folgen, besonders bei Kindern, sind nicht selten Aufmerksamkeitsstörungen, eingeschränkte Sehleistung, wie bereits Tests zur Schuleingangsuntersuchung in diesem und im vergangenen Jahr belegen, und auch eine verminderte Gedächtnisleistung. Auch die zwischenmenschliche Kommunikation leidet. Anstatt sich zu unterhalten oder miteinander zu spielen, sitzen Kinder in Gruppen nebeneinander und sind mit sich selbst und ihrem Telefon beschäftigt. Hinzu kommt unsere so hoch gelobte Digitalisierung an unseren Schulen. Anstatt die Feinmotorik im Umgang mit klassischen Werkzeugen zu trainieren, (Zuruf Sören Voigt, CDU) wurde im Fach Werken in Klassenstufe 4 ab 2019 der Lernbereich Robotik eingeführt. – Bildschirmzeit ist aber nicht gleich Bildungszeit, Herr Voigt. (Zuruf Susanne Schaper, Die Linke) Ein umfassendes pädagogisches und bildungszentriertes Gesamtkonzept zur Nutzung genau dieser digitalen Geräte in unseren Bildungseinrichtungen braucht jedoch seine Zeit. Angedachte Regelungen zur Ahndung von Verstößen gegen Nutzungseinschränkungen dürften kontrovers diskutiert werden, und es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass durch eine breite Beteiligung aller möglichen Gruppen an den Maßnahmen der gut gemeinte Ansatz wieder zerredet wird und es über einen langen Zeitraum keine Einigung gibt. Nicht außer Acht lassen möchte ich an der Stelle, dass an unseren sächsischen Schulen immer wieder unter dem Deckmäntelchen von Projekten unsere steuerfinanzierten Demokratieprojekte durch das Land ziehen und ganz offen einseitig agitieren. Wir haben gestern vollmundig von unserem Kultusminister gehört, was er an unseren Schulen so verstetigen will. Ich bin sicher, unsere Kinder sind dabei findig, und sie werden Möglichkeiten finden, auch ohne Smartphone und digitales Endgerät genau das festzuhalten, was gerade von mir beschrieben wurde, um nicht hinterher als Lügner dastehen zu müssen. (Zuruf Holger Gasse, CDU) Aber die Zeit drängt; denn leider sind besonders private Endgeräte oft genau der Ausgangspunkt oder das Werkzeug für Mobbing, sowohl zwischen Schülern als auch in Richtung unserer Lehrer. Damit will ich zum Ende kommen. Das mit diesem Antrag angedachte Verbot der Nutzung privater Smartphones oder auch mobiler Endgeräte an den Grundschulen sollte möglichst schnell durchgesetzt werden. Andere Bundesländer sind damit bereits auf einem guten Weg. Ich nehme noch einmal das Beispiel Hessen, wo mit Beginn des Schuljahres 2025/2026 entsprechende Regelungen eingeführt wurden. Der Gesetzentwurf lag bereits im März vor. Auch in Sachsen ist hierfür Tempo angesagt. Ich danke Ihnen für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. (Beifall AfD) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Wir hörten Herrn Heller von der AfD-Fraktion, und als Nächstes ist Herr Eisenblätter von der SPD an der Reihe.

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