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Dr. Frank Kromer

CDU 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kinder im Grundschulalter verbringen in Deutschland durchschnittlich zwei Stunden täglich vor Bildschirmen – Streaming, Social Media, lineare Fernsehformate, alles zusammen. Gesundheitsexperten raten, dass eine Zeit von 60 Minuten am Tag nicht überschritten werden sollte. Wir reden also vom Doppelten. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen steigt der durchschnittliche Wert auf drei Stunden, wobei ein Zehntel dieser Altersgruppe sogar eine Bildschirmzeit von drei bis fünf Stunden täglich aufweist. Für diese Gruppe wird die Maximalzahl ebenfalls um das Doppelte überschritten, weil hierfür nur 90 Minuten empfohlen werden. Wir haben ein tatsächliches Problem, das ist unbestritten. Aber: Der weitgrößte Teil der Smartphone-Nutzung findet in der Freizeit und nicht in der Schule statt. Das zeigt: Am Anfang muss es eine Diskussion um die Einbindung der Eltern geben, wenn wir wirkliche Verbesserungen erzielen wollen. Das wollen wir alle. Das gilt meiner Meinung nach auch für den Schulalltag. Die Chancen und die Möglichkeiten, aber auch die Risiken sind enorm, keine Frage. Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler diese Möglichkeiten kennen und nutzen lernen. Das muss altersgerecht vermittelt und erprobt werden. Aber, mindestens so mannigfaltig, wie die Möglichkeiten sind, sind auch die Risiken. Hier seien nur die Stichworte – wir haben es gehört – Ablenkung, überlange Nutzung, Manipulationsgefahr, Ausnutzen von scheinbar persönlichen Beziehungen und Cybermobbing genannt. (Ines Biebrach, BSW, steht am Mikrofon.) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Herr Dr. Kromer, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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