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Gerald Eisenblätter

SPD 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Iris Firmenich, liebe Doreen Voigt, liebe Luise Neuhaus-Wartenberg, ich darf stellvertretend für uns und unsere Fraktionen den Änderungsantrag noch einmal formal einbringen, der ein Ergebnis – das wurde schon erwähnt – konstruktiver Gespräche im Konsultationsmechanismus ist. Daher möchte ich mich zunächst für die vertrauensvolle und von hoher Fachlichkeit geprägte Zusammenarbeit recht herzlich bedanken. Unser gemeinsamer Änderungsantrag unterstreicht noch einmal, dass wir insbesondere an den Schnittstellen und bei den Übergängen einen gemeinsamen Blick auf das Kind benötigen, wie er in den Sächsischen Leitlinien für die öffentlich verantwortete Bildung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr verankert ist. Ich möchte kurz daraus zitieren: „Jedes Kind ist ein Individuum mit einzigartigen Potenzialen, Eigenschaften und Erfahrungen, die es von anderen unterscheiden. Seine Bildung vollzieht sich lebenslang als individueller Prozess im sozialen Kontext.“ Und weiter heißt es: „Das Kind ist Akteur und Konstrukteur seiner Entwicklung. In der gesellschaftlichen Verantwortung liegt es, diesen Bildungsprozess anzuerkennen, zu unterstützen und zu steuern.“ Genau das würde ich mir auch von Ihnen, liebe Frau Penz, wünschen. Das hat die Wissenschaft vorgegeben. Damit die unterschiedlichen Perspektiven auch in den laufenden und kommenden Prozessen zur Überarbeitung des verbindlichen sächsischen Bildungsplanes zum Tragen kommen, schärfen wir bei unseren Anforderungen zur Beteiligung nach. Luise Neuhaus-Wartenberg führte dazu aus. Im Sinne der Qualitätssicherung in der Kita wollen wir Besuchskommissionen ermöglichen, die Kinderbeteiligung verstärkt berücksichtigen und die besondere Rolle der Kitafachberatung im Fortbildungsprozess unterstreichen. Als Antragstellerin teilen wir die Perspektive, dass Schulvorbereitung ein Prozess ist, der sich nicht nur auf die Schulfähigkeit reduzieren darf. Für uns ist klar: Es darf nicht zur Verschulung des Kindergartens kommen. Uns ist eine altersgerechte, kindzentrierte Weiterentwicklung wichtig, die die Vielfalt der Pädagogik aufgreift. Da es in der Kita eher um Pädagogik als um Medizin geht, haben wir den Begriff „Pädagogische Diagnostik“ erneut kritisch diskutiert. Wir schlagen vor, zukünftig von „begleitender pädagogischer Beobachtung und Dokumentation“ zu sprechen. Das Instrument als solches ist wichtig, um frühzeitig individuell fördern zu können. Damit Unterstützung und Förderung bei den Kindern ankommen, die besondere Bedarfe haben, setzen wir auch in Zukunft auf die zusätzliche Unterstützung und eine soziale indexgestützte Verteilung von Ressourcen. In der gestrigen Debatte und heute habe ich festgestellt, dass Kollegin Melcher und die Fraktion BÜNDNISGRÜNE dem auch beitreten können. Dafür herzlichen Dank. Ich werbe um Zustimmung, und vielen Dank für diese Debatte. (Beifall SPD, CDU, BSW und Die Linke) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Den Änderungsantrag brachte Kollege Eisenblätter ein. Gibt es Redebedarf zum Änderungsantrag? – Das sehe ich nicht. Dann stimTagesordnungspunkt Keine Windräder zu Lasten „Wind-an-Land-Gesetz“ abschaffen Drucksache 8/2124, Antrag der Fraktion Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen. Reihenfolge in der ersten Runde: AfD, CDU, BSW, SPD, BÜNDNISGRÜNE, Die Linke, fraktionslose MdL und Staatsregierung, wenn gewünscht. Ich übergebe zuerst an die AfD-Fraktion, Herrn Kollegen Dornau. Bitte schön.

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