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Christin Melcher

GRÜNE 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der eingebrachte Antrag von CDU und SPD formuliert ein Ziel, das sicherlich alle hier im Hohen Hause teilen. Wir wollen, dass Kinder gut ins Leben starten – mit Bildung, die ihnen gerecht wird, die sie stark macht. Und ja, wir erkennen als BÜNDNISGRÜNE in dem Antrag einige gute Ansätze und Punkte. Wir unterstützen so beispielsweise die Forderung, die Fortbildung für pädagogische Fachkräfte zu stärken. Das stand auch so in unserem Antrag, den wir gestern besprochen haben. Wir unterstützen die Weiterentwicklung des Landesprogramms für alltagsintegrierte sprachliche Bildung. Wir unterstützen auch weitere Punkte aus diesem Antrag – denn es sind grüne Forderungen aus der letzten Legislaturperiode, für die wir hart gekämpft haben –, auch gegen die Widerstände der CDU. Umso froher bin ich, dass in Ihrem Antrag auch diese grünen Erfolge genannt werden, beispielsweise das Fachkräftemonitoring und die darauf aufbauende Fachkräftestrategie. Aber auch die sozialindexbasierte Ressourcenzuweisung und die Unterstützung von Familien mit besonderen Bedarfen sind langjährige grüne Forderungen. Auch der Ausbau multiprofessioneller Unterstützung und die Gestaltung gelingender Übergänge finden unsere Zustimmung, weil wir auch dies seit Jahren fordern. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte in der Aussprache zum Antrag aber noch mal betonen: Kindertageseinrichtungen sind eigenständige Bildungsorte mit einem eigenständigen Bildungsauftrag. Sie sind der Katalysator für Bildungsgerechtigkeit und ermöglichen, wenn sie gut ausgestattet sind, gleiche Startchancen. Kinder werden nicht schlicht fit gemacht für die Schule, sie haben ein Recht auf Bildung und gute Betreuung von Anfang an und für ihre ganzheitlichen Persönlichkeiten. Bildung heißt in diesem Alltag nicht zählen, schreiben, stillsitzen. Bildung in diesem Alter heißt entdecken, staunen, ausprobieren – ganz frei von Bewertungen und im eigenen Tempo, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Martina Jost, AfD: Das ist falsch!) Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die frühkindliche Bildung nicht vom System Schule her denken dürfen. Ich war in den vergangenen Wochen immer wieder in Gesprächen mit Menschen aus der Fachpraxis, und ich kann heute hier stehen und klar sagen: Eine Verschulung der frühkindlichen Bildung durch standardisierte Vorgaben und ein starres Stufenkonzept widersprechen ganz klar der kindorientierten Realität in den Kitas und dem, was die Fachpraxis will. (Beifall BÜNDNISGRÜNE –

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