Barbara Klepsch
Die zentrale Frage, die ich für mich herausgreife, lautet: Wie geht es nach 2025 weiter? Wie können wir das Thema Kulturhauptstadtjahr auch darüber hinaus lebendig halten? Ich habe bereits angedeutet, dass die Region nun einen Nachhaltigkeitsplan für das Kulturhauptstadtjahr erarbeitet – sowohl für die Region als auch für die Stadt Chemnitz. In diesem Plan werden die Schwerpunkte definiert. Meiner Ansicht nach ist das ein entscheidender Aspekt; denn es hat sich gezeigt – wie wir während unseres Ausschussbesuchs in Marseille gesehen haben –: Dort ist der Prozess beispielhaft. Wie wir gerade gestern besprochen haben, ist es dort gelungen, eine Biennale zu etablieren, die mittlerweile alle zwei Jahre mehr Besucher anzieht als während des Kulturhauptstadt-Jahres. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch in der RUHR.2010 beobachten. Es geht uns darum, das Konzept so zu entwickeln, dass die Schwerpunkte auch nach 2025 bestehen bleiben. Der Purple Path wird dabei ein wichtiger Schwerpunkt sein. Aber auch die Makerhubs sehe ich als einen vielversprechenden Ansatz, um in den Regionen lebendige Orte weiter zu fördern und zu erhalten. Ja, dafür haben wir derzeit diese 900 000 Euro als reine Vorsorge eingeplant. Es wird sich jedoch zeigen, wie das Konzept aussieht und wie wir damit anschließend im Hohen Haus verfahren. Es ist uns bewusst, dass wir als Freistaat nur ein Partner in diesem Prozess sein können. Wir werden beim Bund vorsprechen – sei es die Stadt Chemnitz, die Region oder wir selbst. Zusätzlich werden wir andere Fördertöpfe anzapfen. Doch das große Ziel bleibt, dass die Region auch nach 2025 lebendig ist, so wie wir es bereits jetzt spüren. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Sie können noch eine Frage stellen. Ob es für die Antwort reicht, weiß ich noch nicht. Wir werden sehen.
