landtag.sachsen.de ↗

Barbara Klepsch

22.05.2025 Sitzungen 8/14

Also, eine Garantie kann ich an dieser Stelle nicht geben. Aber ich kann Ihnen zusichern, dass wir gemeinsam alles daransetzen werden, die Theaterlandschaft zu erhalten – und dabei geht es nicht nur um die Bühnen im ländlichen Raum, wie wir gestern eindrucksvoll vor dem Hohen Haus gesehen haben. Ich möchte es wirklich noch einmal deutlich sagen: Wir haben einen zentralen Schwerpunkt gesetzt, der mir in der Debatte oft zu kurz kommt – nämlich die Kulturräume. Hier haben wir ganz bewusst entschieden: Es wird nicht gekürzt. Die Mittel verbleiben zumindest auf dem Niveau von 2024. Mehr als im Jahr 2024 hat niemand erhalten. Wir wissen, dass insbesondere die Theater über die Kulturräume einen erheblichen Teil ihrer Finanzierung beziehen. Diese finanzielle Basis ist – zunächst – für alle Theater gesichert. Darüber hinaus haben wir auch das Budget für den Kulturpakt bereitgestellt. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass das allein nicht ausreicht – wir benötigen zusätzliche Mittel, um die sogenannte Spielfähigkeit der Theater aufrechtzuerhalten. Im Jahr 2023 haben vier Theater Mittel aus dem Kulturpakt erhalten, 2024 waren es bereits neun. Inzwischen melden alle Theater im Kulturraum – und ich spreche hier von den kommunal getragenen Häusern, nicht von Leipzig oder Dresden – zusätzlichen Finanzbedarf an. Das sollten wir stets mitbedenken: Diese Theater benötigen weitergehende Unterstützung. Und an dieser Stelle möchte ich betonen: Wir brauchen die Kommunen als verlässliche Partner. Wenn ein Landrat mir sagt: „Selbst, wenn das Land zusätzliche Mittel bereitstellt – wir können sie vor Ort gar nicht abrufen“, dann müssen wir über mehr nachdenken, als nur die Forderung nach weiteren Landesmitteln. Es muss ein echter Schulterschluss mit den Kommunen geschehen. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Frau Ministerin, die Redezeit ist abgelaufen. Eine weitere Frage am Saalmikrofon 2, Herr Dr. Huhn, bitte.

Protokoll ↗