Matthias Berger
Ich sehe gleich zwei Problemkreise, um das praktisch festzumachen. Dass wir – es war gerade beschrieben worden – eine Preisexplosion bei der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen haben. Um Ihnen einmal ein Gefühl zu geben, Folgendes ist immer der Hardcore-Fall: die Beschaffung einer sogenannten Drehleiter. Die lag vor ungefähr sechs Jahren bei 750 000 Euro Beschaffungskosten. Mittlerweile liegt sie in einem Bereich von 1,4 Millionen Euro. Das überfordert die größte Stadt. Diese Preisexplosionen resultieren übrigens – da gebe ich ausdrücklich recht, Frau Nicolaus hatte es meines Wissens gesagt – oftmals auch aus diesen Absprachen – ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, um nicht angreifbar zu werden. Ich glaube, generell gilt, dass eine gewisse Kontinuität bei der Beschaffung es den Kommunen viel leichter machen würde, preiswert und sinnvoll Technik anzuschaffen. Diese Ad-hoc-Aktionen, die oft gut gemeint sind, sind preislich natürlich oft nicht förderlich. Insgesamt ist aber der Ausstattungsgrad der sächsischen Kommunen, denke ich, relativ gut. Ansonsten gilt das vorhin Beschriebene: Die Leistung dessen, was die Kameraden erbringen, ist aus meiner Sicht, der das wirklich bei allen Katastrophen erlebt hat, gar nicht genügend zu würdigen. Es wäre mit Berufskräften nicht im Ansatz ersetzbar. Man muss einmal bedenken, dass 98 % per se staatliche Leistungen sind, wir müssten das als Staat sowieso machen. Wir sollten froh sein, dass es diese Leute gibt. Und das Minimum, was wir gewährleisten können, ist Technik. Da sind wir gerade, denke ich, in der falschen Richtung unterwegs. (Beifall AfD – Mike Moncsek, AfD: Vielen Dank!) Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und insbesondere für Ihre Frage. (Vereinzelt Beifall AfD)
