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Matthias Berger

fraktionslos 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die maßgeblichen Zahlen sind genannt worden: 1 700 freiwillige Feuerwehren, übrigens acht Berufsfeuerwehren; insgesamt 43 000 Kameraden absolvieren ihren Dienst in Sachsen. Jetzt fange ich einmal an zu rechnen, bisher war es keine Rechnerei: Daraus ergibt sich eine Quote von über 98 % an Brandschutz, der in Sachsen von Freiwilligen geleistet wird. Sie können sich einmal an die Zahlen setzen und umrechnen. Wenn wir diese Leistung der 43 000 Kameradinnen und Kameraden durch Berufsfeuerwehren absichern wollten, wären das Milliarden, die wir aufwenden sollten, aufwenden müssten. Das kann natürlich nicht die Lösung sein. Aber genau deshalb möchte ich doch darum bitten, dass wir nicht dem alten Grundsatz folgen: Das, was die Kameradinnen und Kameraden leisten, ist unbezahlbar. Deswegen versuchen wir es erst gar nicht. Wir sollten stattdessen unsere Priorisierungen im sächsischen Haushalt überdenken. Aber ich möchte Ihren Fokus heute noch einmal erweitern. Bisher ging es nur um Brandschutz. Die Quantitäten hatte ich gerade beschrieben. Doch die Feuerwehren werden manchmal auch als Feierwehren verspottet, gerade im ländlichen Raum. Feuerwehren – Feierwehren. Wer von der Feuerwehr kommt, kennt das. Aber das ist nicht abwertend gemeint; denn in der heutigen Zeit – wir haben es gerade gehört –, in der die Gelder im ländlichen Raum immer knapper werden, sind die Feuerwehren vor Ort oft das letzte gesellschaftliche soziale Fundament für das Dorffest, Kinderfest und für alles andere. Deshalb würde ich Sie alle eindringlich bitten, – –

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