Jan-Oliver Zwerg
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Wir reden heute über Heimat und Tradition, aber vor allem über das Handwerk. Ich möchte eine Lanze für das Handwerk brechen. Wie Sie vielleicht wissen, komme auch ich aus diesem Bereich. Liebe CDU-Kollegen, lieber Herr Schmidt, Sie werfen uns als AfD eine Vereinnahmung der Begriffe Heimat und Handwerk vor. Das ist völlig abwegig. Schauen Sie doch einmal in die Reihen, wie wir heute hier sitzen. Sie sehen dort drüben im linken Bereich keinen einzigen Handwerksmeister. Dann schauen Sie in Ihre eigenen Reihen, dort gibt es einige Leute, die aus dem Handwerk kommen. (Zuruf CDU) Bei der AfD ist es keine Vereinnahmung. Wir vereinnahmen gar nichts. Wir werden aber von den meisten Handwerkern gewählt. Das ist der Unterschied. Herr Beger ist Platten- und Mosaiklegemeister. Herr Schreyer ist Dachdeckermeister, Herr Hütter ist Kfz-Meister, Herr Keller ist Meister im Heizungs- und Sanitärbereich. Frau Penz ist Maler- und Lackiermeisterin. An dieser Aufzählung sehen Sie, dass die AfD genau aus diesem Bereich kommt. Meine Damen und Herren! Die größte Baumesse in Ostdeutschland ist die „HAUS“. Ich bin dort seit über 25 Jahren als Aussteller. Die „HAUS“ wird immer ganz toll eröffnet. Dort mache ich immer den Rundgang und schaue: Wer ist denn von den Politikern da? Dann sehe ich (Ingo Flemming, CDU: Ich!) – genau – den Abg. Flemming, er ist immer dabei. Wir sind auch vertreten. Wo sind denn die anderen? Das ist doch ein Zeichen dafür, dass überhaupt kein Interesse aus den Fraktionen, die von mir aus gesehen links sitzen, vorhanden ist. Das BSW nehme ich aus. Ihr seid noch nicht so lange dabei. Wer ist denn von euch regelmäßig auf der „HAUS“? (Thomas Löser, BÜNDNISGRÜNE: Ich!) Unterhaltet ihr euch einmal mit Handwerkern? Ich kenne sehr viele Handwerksbetriebe. Man kennt sich untereinander. Ich muss ganz ehrlich die Frage stellen: Wo liegt denn hier die Kompetenz? Die Kompetenz liegt eindeutig auch bei der AfD – und nicht bei links-grün; das können Sie vergessen. Deshalb möchte ich noch mal eine Lanze für die Handwerker brechen. Die Handwerker brauchen Freiheit. Handwerk braucht Freiheit. (Beifall AfD) Wir haben auch im Handwerk extrem hohe Energiekosten zu tragen, und zwar wegen dieser in großen Teilen sinnfreien Energiewende. Wir haben hohe Arbeitskosten, hohe Lohnnebenkosten. Auch das muss sich massiv ändern. Wir haben eine ganz schlimme überbordende Bürokratie. Der Handwerker kommt teilweise gar nicht mehr zu seinem Handwerk, sondern beschäftigt sich mit Auflagen, Auflagen und nochmals Auflagen. Das muss aufhören. Das ist die Meinung der AfD, die ich hier noch einmal präsentieren möchte: Wir kommen aus dem Handwerk. Wir sind mit dem Handwerk sehr wohl verbunden und wir wissen um die Probleme. Deshalb sprechen wir sie an und das ist keine Vereinnahmung einer Partei. Danke schön. (Beifall AfD)
