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Jörg Schmidt

CDU 22.05.2025 Sitzungen 8/14

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Wir führen im Hohen Haus regelmäßig Aktuelle Debatten, und das gehört genau in dieses Haus; denn es ist unsere Aufgabe als Politiker, sich mit den Problemen unseres Landes auseinanderzusetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Doch bei all der berechtigten Kritik, dies es gibt, sollten wir nicht vergessen, dass es in unserem Land, in unserem Freistaat Sachsen viel Positives gibt, über das wir ebenfalls reden sollten. Wir sollten an dieser Stelle ein klares Signal nach außen setzen, dass es viele fleißige Menschen gibt, Unternehmerinnen und Unternehmer mit Ihren Mitarbeitern, Handwerker, Ehrenamtler, die jeden Tag das Beste geben. (Beifall CDU und Staatsregierung) Ich habe hier in den letzten Monaten einige Debatten mitverfolgen dürfen. Es gibt eine Fraktion, die permanent versucht, ein Bild unseres Freistaates zu zeichnen, bei dem man glaubt, dass alles im Argen liegt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir haben Probleme, es ist jedoch auch viel Positives zu berichten, wenn man überlegt, was in den letzten 35 Jahren entstanden ist. (Zuruf Jörg Urban, AfD) Stunde Tradition, Handwerk, Heimat – im Freistaat Sachsen Fraktion CDU die Feuerwehr ist nicht da – warum? Fraktion AfD Problembaustelle Zwickau zum Millionengrab? Fraktion BSW Ich rufe auf Debatte Heimat – das immaterielle Freistaat Sachsen Fraktion CDU Wir als CDU-Fraktion freuen uns an dieser Stelle, dass wir es mit dem Erzgebirgischen Kunsthandwerk erneut geschafft haben, in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Eintrag zu finden. (Beifall CDU und Staatsregierung) Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle den Kunsthandwerkern aus dem Erzgebirge, den Spielzeugmachern, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben. Damit reihen sie sich in eine Reihe von 13 Einträgen für den Freistaat Sachsen ein. Das ist ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt und die Lebendigkeit unseres Freistaates. Was versteckt oder verbirgt sich hinter dem Titel Immaterielles Kulturerbe? Was bedeutet das? Es geht an dieser Stelle nicht um Bauwerke und um Architektur, sondern es geht vor allem um die Menschen. Es geht um die Menschen mit ihrem Wissen, mit ihrem Können, es geht um unsere Traditionen. Sie sind das lebendige Herz unserer vielfältigen Kultur und auch ein Stück weit unsere Identität. Das über Generationen gepflegte Handwerk im Erzgebirge ist nicht nur Zeugnis der handwerklichen Exzellenz und des Könnens, sondern auch Ausdruck des Selbstbewusstseins und der kulturellen Verankerung der Menschen mit ihrer Region. Ob das Kunsthandwerk im Erzgebirge, das Singen des Steigerliedes, das Bergsteigen in Sachsen oder – aus meiner Heimat – der Musikinstrumentenbau, die Bergparaden bzw. das Osterreiten in der Lausitz (Beifall Marko Schiemann, CDU) – die sind noch nicht eingetragen, aber man kann darüber nachdenken und daran arbeiten – oder die Porzellanherstellung in Meißen – das alles sind Dinge, meine sehr geehrten Damen und Herren, Elemente, die unsere sächsische Heimat ausmachen. Heimat, Handwerk und Tradition gehören mit dem Immateriellen Weltkulturerbe eng zueinander. (Beifall CDU, Staatsregierung) turelle Erbe gemeinsam mit der Staatsregierung zu erhalten, es weiterzuentwickeln und zu fördern. Deshalb müssen wir mit den Akteuren vor Ort ins Gespräch kommen. Wir müssen miteinander reden, wir müssen sie unterstützen und gemeinsam Zukunftsperspektiven erarbeiten und schaffen. Zugleich gilt es, aus diesem kulturellen Erbe wirtschaftlich und auch tourismuspolitisch Nutzen und Effekte zu ziehen. Tourismus, das ist mehr als nur Landschaften, das ist mehr als nur ein Kunstschatz, den wir hier auch haben. Es geht vor allem um unsere Identität, um Authentizität, um das, was uns Sachsen als einzigartig ausmacht. Die Kampagne „So geht sächsisch.“ zeigt bereits, dass man mit einem klaren Bekenntnis zur Heimat und zur Kultur ein starkes Zeichen, eine Marke aufbauen kann. Sachsen verzeichnet rund 20 Millionen Übernachtungen jährlich. Viele Gäste kommen hierher, um dieses Land kennenzulernen, um die Städte zu sehen, aber eben nicht nur, sondern sie wollen uns kennenlernen, unsere Traditionen, unsere Denkweisen, und dabei spielen gerade die ländlichen Regionen, die Destinationen eine sehr wesentliche Rolle. Das Erzgebirge ist ein herausragendes Beispiel dafür. Die erzgebirgische Volkskunst zieht jährlich Millionen Besucher in ihren Bann und ist deshalb ein Aushängeschild für den ganzen Freistaat Sachsen. Über die weiteren tourismuspolitischen Aspekte möchte ich gern mit Ihnen debattieren und in der zweiten Runde näher darauf eingehen. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall CDU, SPD, BÜNDNISGRÜNE und Staatsregierung)

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