Roberto Kuhnert
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich nutze in dieser von mir begonnenen zweiten Rederunde die Gelegenheit, um auf das Gesagte kurz einzugehen. Zuerst zu Herrn Wurzler: An Sie Dank und Anerkennung für die profunde, solide Einschätzung, die auch auf Ihrer eigenen beruflichen Expertise basierend ist. Das ist absolut in Ordnung. Auch die Kritikpunkte – das kann ich Ihnen sagen – sind bei mir angekommen. Das hätte man vielleicht an der einen oder anderen Stellen etwas präziser ausformulieren können, um Missverständnisse zu vermeiden. Herr Eisenblätter, bei Ihrer Einlassung auf das von mir hier Vorgetragene hört man natürlich heraus: Egal, was man sagt, es ist ideologisiertes Denken, das einfach manifestiert ist. Da könnte ich noch so Richtiges sagen, Sie würden es ablehnen. Deshalb will ich mich dazu im Detail gar nicht weiter äußern. (Gerald Eisenblätter, SPD: Haben Sie mir zugehört?) – Wie bitte? (Gerald Eisenblätter, SPD: Haben Sie mir zugehört?) – Selbstverständlich! Ich kann das, was Sie sagen, auch einordnen, um es richtig zu verstehen. Da muss ich auch nicht ins Detail einsteigen. Ich sage gleich noch etwas dazu. Es ging um zwei wesentliche Punkte. Es ging darum, dass wir über eine Grundschullehrerqualifikation sprechen, die an den entsprechenden staatlichen Instituten durchgeführt wird, sich junge Leute berufen fühlen, den Lehrerberuf auszuüben und die Klassenstufen 1 bis 4 als Lehrkräfte betreuen möchten. Das betrifft alles, was in den Lehrerberuf hineingehört: Kinder- und Jugendpsychologie, alles, was wichtig ist, auch sich selbst für geeignet halten, diesen Lehrerberuf ausüben zu können in dieser Altersgruppe. Das war Bestandteil meiner Rede. Es sind junge Leute, die einen Realschulabschluss mitbringen, nach Möglichkeiten einen guten. Das ist Voraussetzung. Das wird entsprechend in Eignungstests geprüft. Da muss keiner unbedingt ein Abitur in der Tasche haben. Wir sind der Meinung, junge Leute sind durchaus dazu geeignet, diese Qualifikation zu erlangen, und sollten auch in diesem Bereich einen Lehrerberuf ausüben können. Das war der Grundgedanke. Der zweite Gedanke, den ich jetzt noch einmal aufgreifen möchte, ist das Thema Praktika. Das wurde schon von Frau Neuhaus-Wartenberg, die ich nicht unerwähnt lassen möchte, angesprochen. Das ist etwas, was bereits funktioniert und was bereits Anwendung findet. Es gibt – das war auch Bestandteil unserer Anhörung im Haushalts- und Finanzausschuss – die finanziellen Zuwendungen. Wir setzen uns dafür ein, dass diese finanziellen Zuwendungen nicht geringer werden, damit Lehramtsstudenten die Möglichkeit haben, an entsprechenden Schulen zu unterrichten. Diese Lehramtsstudenten sind bereits bestens qualifiziert, um dieser Aufgabe dort auch gerecht zu werden. Wichtig ist es, dass man dann mit den entsprechenden Kommunen ins Gespräch kommt, dort für Unterkünfte sorgt und auch die An- und Abreise finanziell regelt. Das läuft bereits. Das muss stabilisiert und verbessert werden. Das war der Gedanke hier in meinem Antrag. Danke. (Beifall AfD) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Gibt es nach Herrn Kuhnert von der AfD noch weiteren Bedarf in dieser zweiten Rederunde? – Das kann ich nicht erkennen. Damit ist die zweite Runde abgeschlossen. Es gäbe jetzt die Möglichkeit der Eröffnung einer dritten Rederunde. – Hier erkenne ich keinen Redebedarf. Damit hat jetzt die Staatsregierung die Möglichkeit zu sprechen. Ich sehe Herrn Staatsminister Clemens, der das Wort ergreift. Bitte schön.
