Sebastian Wippel
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! Bei all dem, was ich vorhin geschildert habe, dürfen wir eine Sache nicht vergessen, über wen wir hier reden. Wir reden über Jugendliche und über den Wunsch nach Rebellion gegen den immer aktuellen Mainstream. Das bedeutet, dass diese jungen Leute alles infrage stellen, was ist und das, was sie sehen. Und das gehört zur Kindheit und zur Jugend schlicht und ergreifend dazu. Diese jungen Leute, auch die, die heute hier verurteilt werden, haben meistens kein geschlossenes Weltbild, sie haben aber ein Gefühl, ein Gefühl für das, was richtig laufen könnte, oder das, was tatsächlich in diesem Land falsch läuft. Deswegen ist die Lösung nicht das nächste Demokratieprojekt, das das Problem darstellt, sondern die Lösung für das Ganze ist aus meiner Sicht zunächst mal gute Politik, Stabilität, glaubhafte Werte und Grenzen. Auch Jugendliche müssen Grenzen haben, und das sei den jungen Leute auch gesagt, um die es heute geht: Die Grenze ist dort überschritten, und zwar deutlich, wo Straftaten anfangen. Herzlichen Dank. (Beifall AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Wippel sprach in dieser vierten Rederunde für die AfD-Fraktion. Gibt es – ich frage zum letzten Mal – weiteren Redebedarf seitens der Fraktionen? – Das ist nicht der Fall. Herr Berger möchte auch nicht. Dann übergebe ich an die Staatsregierung, an Herrn Staatsminister Clemens.
