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Barbara Klepsch

21.05.2025 Sitzungen 8/13

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Max Sachs, deutsch-jüdischer Journalist, gestorben am 5. Oktober 1935 im KZ Sachsenburg nach mehrtägigen, schweren Misshandlungen. Minna Winkler, verschollen auf dem Evakuierungstreck der Anstalt Großschweidnitz, irgendwann zwischen dem 7. und 16. Mai 1945. Gerhard Kempe, 1973 in die Untersuchungshaftanstalt Chemnitz-Kaßberg gebracht, verurteilt zu einer dreijährigen Haftstrafe wegen staatsfeindlicher Hetze, Landfriedensbruch und Staatsverbrechen, die gegen ein anderes sozialistisches Land gerichtet sind, 1976 von der BRD freigekauft. Drei Einzelschicksale an drei verschiedenen Orten, die heute alle zu wichtigen sächsischen Gedenkstätten gehören. Drei Schicksale, die stellvertretend für unzählige Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und der kommunistischen Diktatur zählen. Sie erinnern sich sicher: Im Oktober 2023 wurde der Lernort Kaßberg-Gefängnis mit Unterstützung vom Bund, vom Land, von der Stadt Chemnitz, von zahlreichen Ehrenamtlichen, und Abgeordneten aus diesem Hohen Haus – ich möchte Sie aufzählen: Alexander Dierks, Volkmar Zschocke, Hanka Kliese – großartig unterstützt und aufgebaut. Ein Ort mit einer Dauerausstellung, an dem Lebensgeschichten politischer Gefangener thematisiert wird und der so an DDR-Unrecht und deutsche Teilung erinnert. Gestatten Sie mir an dieser Stelle: Wenn Herr Dünzel in der vorhergehenden Debatte die heutige Zeit verglichen hat mit der Zeit, die das DDR-Unrecht mit sich gebracht hat, (Jan-Oliver Zwerg, AfD: Immer noch! –

Protokoll ↗