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Kay Ritter

CDU 21.05.2025 Sitzungen 8/13

Für einen stabilen Ausgleich fehlender Fachkräfte und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sollte – da anzunehmen ist, dass auch in Zukunft die demografisch bedingte Erwerbstätigkeitsquote abnehmen wird – eine Steigerung der Jahresarbeitszeit erfolgen. Real gesehen gibt es keinen Weg an einem höheren Arbeitszeitpensum vorbei. Dies verdeutlicht die aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Dort wird zum Beispiel gesagt, dass die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergleichsweise mit 1 036 Stunden durchschnittlich mit die geringste Arbeitszeit in Europa haben. Im Vergleich dazu: In Griechenland wird durchschnittlich 1 172 Stunden pro Jahr gearbeitet, in Polen sind es sogar 1 304. (Zuruf Rico Gebhardt, Die Linke) Deutschland weist ebenso eine recht beachtliche Teilzeitquote von 30 % auf. In Italien liegt diese bei 17 %. Es wäre deshalb ratsam, Fehlanreize aufzudecken und diese mithilfe politischer Unterstützung in alternative, produktivere Arbeitsmodelle zu wandeln. Bundeskanzler Merz brachte es zum Deutschen Wirtschaftstag auf den Punkt: Mit Vier-Tage-Woche und WorkLife-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können. – Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Das behauptet auch keiner! – Zuruf Rico Gebhardt, Die Linke) – Darüber reden wir noch einmal. – Gut. Über den genannten zentralen Ansätzen steht ein entscheidender Punkt, den es hervorzuheben gilt: die Zusammenarbeit. Minister Panter hatte es bereits angedeutet. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, können nicht allein durch die Politik oder einzelne Unternehmen erreicht werden und es braucht gemeinsames Handeln von Regierung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Durch Plattformen für Dialog und Zusammenarbeit schaffen wir eine Grundlage, damit neue Ideen und Konzepte entstehen. Netzwerke, Cluster und Partnerschaften helfen dabei, Wissen zu teilen und Synergien zu nutzen. Katherina Reiche, unsere neue Wirtschaftsministerin im Bund, gab zum Ostdeutschen Wirtschaftsforum bereits vielversprechende Impulse für einen zuversichtlichen Blick nach vorn. Ein erstes Entlastungspaket mit der Absenkung der Stromsteuer und struktureller Reform zum Arbeitsmarkt wird noch vor dem Sommer kommen. Nicht zuletzt kommt der Investitionsbeschleuniger von deutlich verbesserter Abschreibung. Es gibt noch einen weiteren entscheidenden Impuls, nämlich indem wir den dringend benötigten Bürokratieabbau – der wurde von beiden, sowohl vom Minister als auch vom vorherigen Redner angesprochen – unbedingt auf den Weg bringen müssen. (Beifall CDU) Lassen Sie uns mit Entschlossenheit daran anknüpfen. Krisen bergen Herausforderungen, geben aber auch stets die Möglichkeit, Wirtschaft neu zu denken und sie zukunftsfähig und sicherer zu gestalten. Für die wirtschaftliche Zukunft ist die Innovationskraft entscheidend. Wir fördern Innovation, setzen auf Nachhaltigkeit und stärken unserer Fachkräfte. Die aktuellen Schwierigkeiten werden wir überwinden und damit auch resilient gegenüber dem sein, was unseren Wohlstand gefährdet. Die Zukunft liegt in unserer Hand, meine Damen und Herren. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall CDU, SPD und Staatsregierung)

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