Timo Schreyer
Sehr geehrte Abgeordnete! Herr Präsident! Ich danke für die lebhafte Diskussion. Manche Beiträge waren zwar nicht passend, aber ich habe sie mir trotzdem angehört. (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Wissen Sie, liebe SPD, Sie haben einen Wirtschaftsexperten. Den sollten Sie einmal studieren. Vor ihm habe ich Hochachtung, aber ihn haben Sie ausgeschlossen. Ich rede von Thilo Sarrazin. (Beifall AfD) Er hat ein Buch geschrieben, wo die strukturellen Defizite in unserem Staat sind. Das sollten Sie sich einmal verinnerlichen, wenn Sie es verstehen. (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Sehen Sie: Die Metallindustrie hat in der vergangenen Woche einen Notruf geschrieben, dass sie in der Krise steckt und 30 000 Arbeitsplätze verlieren könnte. Ich verstehe nicht, wo das Fachkräfteproblem ist. Herr Voigt, Sie sagten: Mir fehlen Lösungen. Bei der Erhöhung des Meisterbonus von 1 000 Euro hätte ich einen Finanzierungsvorschlag. Da gibt es den Verein Weltoffenes Sachsen e. V. Auf eine Anfrage von mir kam heute eine Antwort zurück. 365 000 Euro wurden über das SPD-Ministerium gefördert. Das wären 365 Meister, deren Bonus um 1 000 Euro erhöht werden kann. Ist das nicht schön! (Beifall AfD) Wenn wir die ganze Ideologie-Förderung einstellen würden, (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Geld wir hätten. Es wandern auch jede Menge Leute ab, weil sie im Ausland bessere Chancen sehen und mehr Netto vom Brutto haben. Laut Handelsblatt waren es im vergangenen Jahr 200 000. Das waren leider die gut Ausgebildeten. So ist das, wenn man sich mit der Materie ein bisschen tiefer beschäftigt. (Martin Modschiedler, CDU, lacht.) Sie sehen die politische Unzuverlässigkeit mit Ihrem vielleicht Kanzlerkandidaten. Wir wissen ja noch nicht, wie das ausgehen wird. Vor der Wahl in die Richtung: ein wenig von der Atomkraft, ein wenig davon, ein bisschen abholen, die bösen Grünen, die böse SPD und hinterher gemeinsam ins Bettchen gehen und alles wieder zurückdrehen. (Beifall AfD) Sehen Sie! Das ist – wer soll da noch einen Pfifferling auf Ihre Partei geben? (Zuruf Sören Voigt, CDU, Heiterkeit AfD) Ich bitte Sie, Herr Voigt! Machen Sie doch erst einmal eine (Sören Voigt, CDU: Wenn das so weitergeht, müssen wir Kulturabgaben bezahlen!) Tagesordnungspunkt Gegen das Vergessen – als Mahnung für die Zukunft Drucksache 8/1991, Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen. Die Reihenfolge in der ersten Runde lautet: BSW, CDU, AfD, SPD, BÜNDNISGRÜNE, Die Linke, fraktionsloser Abgeordneter und die Staatsregierung, wenn gewünscht. Ich erteile damit als Erstes der BSW-Fraktion als Einreicherin das Wort. Bitte, Herr Richter.
