Petra Köpping
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich hätte meine Rede heute fast damit begonnen, dass wir uns in diesem Hause in der Frage der Rentensicherheit für die älteren Menschen einig sind. Ich muss die letzte Rede leider davon ausnehmen und deshalb eine Einschränkung machen. Sachsen wird im Jahr 2030 das älteste Bundesland in ganz Deutschland sein. Dass heute viele Menschen in Sachsen eine geringe Rente haben – die Durchschnittsrente mit circa 1 500 Euro im Monat wurde bereits genannt –, hängt auch mit den letzten 35 Jahren zusammen, das kann man nicht ausblenden. Wir sind ein Bundesland, in dem sehr niedrige Löhne gezahlt worden sind. Von den Menschen, die dieses Land aufgebaut haben, hatten sehr viele gebrochene Erwerbsbiografien. Das heißt, sie konnten teilweise nicht in ihren Qualifikationen arbeiten. Das heißt, dass sie lange Zeiten der Arbeitslosigkeit hinter sich haben. Das führt natürlich zu geringeren Renten. Deshalb wundert es mich manchmal, wenn man die Rentendiskussion von dem loslöst, was im Arbeitsleben passiert. Deshalb setzen wir uns für höhere Mindestlöhne ein. Das ist eine der Forderungen, die wir immer wieder ausmachen, damit Menschen im Alter eine altersgerechte Rente erhalten können. Das ist eine der Ursachen, warum Menschen heute im Alter nicht die Rente bekommen, die ihnen zusteht. Ich glaube, wir wollen alle, dass die Menschen am Ende ihres Lebens eine Rente erhalten, von der sie würdevoll leben können. Ja, die Inflation ist zurückgegangen, die Energiewirtschaft konnte gesichert werden. (Zuruf Mike Moncsek, AfD –
