Gerald Eisenblätter
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Sehr geehrter Herr Staatsminister, können Sie Auskunft darüber geben, wie sich der Prozess des Übergangs von den Wohnheimen und den Mensen an der bisherigen Berufsakademie in Richtung Studierendenwerke gestaltet und welche Perspektiven hier an den jeweiligen Standorten eröffnet werden? Sebastian Gemkow, Staatsminister für Wissenschaft, Hochschule und Forschung: Ich möchte die Frage gern etwas allgemeiner beantworten, weil dieser Prozess momentan in Abstimmung mit dem SIB stattfindet, der noch für die Versorgung der Studienakademiestandorte vor Ort zuständig ist. Mit der Umwandlung der Berufsakademie in die Duale Hochschule Sachsen ist auch verbunden, dass zukünftig die Studentenwerke diese jeweiligen Standortbetreuungen übernehmen sollen, Mensen, Wohnheime, also alles, was im Prinzip dem gesetzlichen Auftrag der Studentenwerke entspricht. Richtig ist – und das ist eine Herausforderung –, dass gerade in diesen ländlich geprägten Regionen der Studienakademiestandorte Angebote zum Teil sehr kleinteilig sind – das betrifft die Essenversorgung, aber auch die Unterbringung in Wohnungen, Wohnheimen – und dass die Übernahme dieser Strukturen durch die Studentenwerke finanziellen Herausforderungen begegnet. In einigen Regionen ist es unproblematisch, in anderen sehen wir Herausforderungen in diesem durchaus destruktiven Prozess des Übergangs von der Verwaltung durch den SIB hin zu den Studentenwerken, weshalb wir da momentan noch ganz genau hinschauen, wie das gelingen kann. Ich kann momentan sagen: Wir sind eng abgestimmt. Wir nehmen die Stimmen vor Ort wahr und auch sehr ernst, die sagen: Hier gibt es Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Internet, Telefonanschlüssen, die zum Teil durch diesen Übergang wahrscheinlich zunächst vertraglich gekündigt wurden und jetzt wieder vereinbart werden müssen. Aber das ist eine Herausforderung in diesem Umwandlungsprozess, und da schauen wir ganz genau hin und sind im Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten.
