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Gerald Eisenblätter

SPD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In Runde zwei eine kleine Reise: Stellen Sie sich vor, Sie sind neuer Schulleiter. Sie kommen zum ersten Mal ins Lehrerzimmer. Alle schauen Sie etwas neugierig an. Sie richten Ihre ersten Worte an das Kollegium. Was ist Ihr Ziel? Vermutlich, das Vertrauen der Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen, sie in Ihr Team zu holen, ihr Wissen zu nutzen. Was Sie nicht tun sollten, ist, die Kolleginnen und Kollegen zu überfahren, indem Sie ihnen einfach sagen: Schön was bisher war, aber ich bin der Neue und wir machen das jetzt alles anders. Nicht nur im Lehrerzimmer, aber gerade dort, gilt die so alte wie aktuelle Regel „Read the room.“ Wir sind Teamplayer mit den Lehrerinnen und Lehrern, mit dem Schülerrat, mit den Elternvertretern und auch mit dem SMK natürlich, und zwar mit einem Ziel, die beste Bildung für Sachsen. Daher machen auch wir Vorschläge, die uns gemeinsam voranbringen, über die bereits unterbreiteten Vorschläge hinaus. Lassen Sie uns die Stundentafel erneut in den Blick nehmen! Einige Kolleginnen und Kollegen haben das schon adressiert. Lassen Sie uns diskutieren, ob man den Profilunterricht am Gymnasium temporär aussetzen kann, ob man wirklich eine besondere Leistungsfeststellung braucht! Lassen Sie uns ein verbindliches Altersteilzeitmodell schaffen! Das schafft Verlässlichkeit auf beiden Seiten. Lassen Sie uns auf Basis der Arbeitszeitstudie erneut unterrichtsfremde Aufgaben identifizieren und diese im Sinne einer Arbeitsentlastung von Lehrkräften und Schulleitungen umsetzen! Lassen Sie uns die MAU-Stundenregelung im Beamtengesetz verlängern! Sie läuft sonst aus. Lassen Sie uns zeitnah ein Lehrerbildungsgesetz beraten und einen dualen Lehramtsstudiengang in Sachsen etablieren! Das schafft Praxis. Lassen Sie uns die Teamleitung an Schulen ermöglichen und die Ämter- wie Besoldungsstruktur auf den Prüfstand stellen! Lassen Sie uns vor allem in einen aktiven Dialog eintreten und die Lehrergewerkschaften wie Lehrerverbände an einen Tisch holen! Dafür braucht es Zeit und genau diese Zeit sollten wir uns nehmen. Lieber gründlich beraten, als einen Schnellschuss abgeben. Die SPD-Fraktion ist bereit, an diesem Tisch Platz zu nehmen und ihren Beitrag zu leisten. Vielen Dank. (Beifall SPD und Christin Melcher, BÜNDNISGRÜNE) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Es sprach am Rednerpult der Abg. Eisenblätter für die SPD-Fraktion. Die Fraktion BÜNDNISGRÜNE hat keinen Redebedarf mehr. Die Fraktion Die Linke? – Ebenfalls nicht. Der fraktionslose Abgeordnete auch nicht. Dann könnten wir, wenn gewollt, in eine dritte Rederunde gehen. – Die CDU-Fraktion schüttelt mit dem Kopf. Aber Frau Penz hatte es schon angezeigt, ich bitte sie ans Rednerpult; bitte schön.

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