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Carsten Hütter

AfD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Hartmann, ich war ein Stück weit erstaunt bei Ihrem Redebeitrag. Gerade als Unternehmer dreht sich einem dabei der Magen auf links. (Unruhe Die Linke) Wenn Sie doch so viel Verantwortung für den Betrieb und so viel Beteiligung bei Entscheidungen wünschen, dann stellt sich die Frage: Warum macht man sich nicht gleich selbstständig und zeigt den anderen, wie es funktioniert? Ihr Redebeitrag – mit Verlaub – ist sehr weit an der Realität vorbei. Sprechen Sie doch einmal mit den Unternehmen, die letztendlich für all diese Dinge verantwortlich sind! Wenn wir über Geld reden – einmal abgesehen von Ihrer Neiddebatte, die Sie vorhin angeschoben haben –, dann will ich ganz klar sagen: Sie wissen schon, welche Länder wo beteiligt sind, wohin das Geld fließt, wie es verteilt und wofür es genutzt wird. Und zwar fließt es auch in die Projekte, die Sie immer wieder in den Parlamenten fordern. Vielleicht sollte man darüber einmal nachdenken. Meine Damen und Herren! Während wir darüber debattieren, wie wir die Fahrzeuge preiswert herstellen, wie wir die Infrastruktur herstellen und wie wir diese Fahrzeuge in Deutschland vermarkten können, machen die Chinesen innerhalb von ein paar Wochen einfach zehn neue Automarken auf. Wir unterhalten uns darüber, dass die Löhne während einer Krise steigen müssen. Wunderbar – Sie wissen, wie sich das Ganze nennt. In der Zwischenzeit bauen die Chinesen zehn neue Marken im Sandwichsystem – eine Plattform, ein Motor, eine Elektronik, verschiedene Karosserien darauf –, während wir hier an allen möglichen Projekten herumdoktern. Wenn wir dann irgendwelche Projekte erweitern wollen, Grundstücke brauchen oder ausbauen wollen, dann taucht mit einem Mal die Knoblauchkröte auf und bremst Projekte aus. Ich sehe das gerade in Chemnitz und weiß gar nicht mehr, was ich noch denken soll. Meine Damen und Herren! Hier ist ein ganz anderes Problem. Wenn Sie unserer Fraktion permanent vorwerfen, dass wir absolut gegen E-Mobilität seien, kann ich nur feststellen: Das hat gar keiner gesagt. Es geht einfach darum, dass Sie das Pferd vollkommen falsch aufgesattelt haben. Sie bauen zuerst die Fahrzeuge, (Beifall AfD) dann denken Sie über die Infrastruktur nach und dann merken Sie auf einmal, dass der Strom so teuer ist, dass Sie mit einem mit Benzin betriebenen oder einem Dieselfahrzeug viel effektiver unterwegs sind. Denken Sie doch einmal an die Bürger, die das Benzin oder die Elektromobilität mit finanzieren müssen! Die ganze Diskussion – mit Verlaub, das muss ich Ihnen ehrlich sagen – ist völlig falsch aufgezogen. In der Krise fordern Sie immer wieder, dass höhere Löhne gezahlt werden müssen. Die Leute bei VW verdienen im sächsischen Vergleich sehr gute Gehälter und Löhne, die sie sicherlich verdienen und die ich den Leuten auch gönne. Das ist gar keine Frage. Aber wir befinden uns gerade nicht in einer Zeit, diese Forderungen aufzumachen. Wir müssen uns um unsere Betriebe kümmern, und somit ist das ein völlig falscher Ansatz. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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