Tobias Heller
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Debatte über Mängel, Defizite und Probleme ist nicht neu und leider drehen wir uns natürlich auch seit vielen Jahren im Kreis. Wie es sich für eine solche Debatte gehört, kritisieren wir einander. Jeder trägt am Ende seine Vorschläge und Lösungen vor. Aber am Ende gehen wir auseinander und für die Kinder ist wieder nichts gewonnen. Wie wäre es, wenn wir tatsächlich mal unsere Kinder in den Mittelpunkt stellen, wenn wir nicht nur wieder und wieder über Verbesserungen sprechen, sondern diese tatsächlich einmal umsetzen? Und zwar ganz ohne Brandmauern, ganz ohne Ideologie und ohne Rechthaberei. Natürlich sind wir in vielen politischen Dingen teils weit voneinander entfernt, aber viele von uns haben Kinder, haben Enkelkinder, manche noch im Kindergarten oder im Schulalter. Ich gehe jedoch bei den meisten davon aus, dass sie gerade nicht auf eine Eliteprivatschule gehen. Sie erleben also genau denselben Schulalltag wie alle anderen. Sie erleben volle Klassen, sie erleben Unterrichtsausfall und sie erleben eine Infrastruktur, die nicht mit der sonst so modernen und digitalen Welt zusammenpasst, und all das ganz unabhängig vom Parteibuch und von politischen Einstellungen ihrer Eltern oder Großeltern losgelöst. Warum nutzen wir also nicht diese Tatsache und versuchen einfach für den Anfang, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, der sich umsetzen lässt und für alle Beteiligten tragbar ist. Der Eltern, Lehrern und Kindern genau dieses klare Signal sendet: Es passiert endlich etwas und es geht tatsächlich voran. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mittlerweile ist es so, dass aufseiten der tatsächlich Betroffenen – Eltern, Schülern und Lehrern – der Wunsch und die dringende Bitte nach Veränderung viel größer ist als die Frage, welcher Partei man denn schlussendlich angehört. Vielleicht sollte sich jeder in diesem Hohen Haus einmal fragen und auch darüber nachdenken, wann wir wieder konstruktive Vorschläge in der Sache erläutern. Ich kann Ihnen nur anbieten, sich unsere Ideen und Vorschläge anzuhören, genauso wie wir es mit den Ihren tun. Mit Sicherheit werden wir für uns unmögliche Forderungen ablehnen, aber auch jene, denen wir zustimmen können, immer im Sinne unserer Kinder annehmen. Erwarten Sie nicht, dass wir alle Ihrer Vorschläge gutheißen! Genauso erwarten wir im Gegenzug nicht, dass Sie alle unsere Vorschläge gutheißen; denn Sie wissen: Machen ist wie wollen, nur krasser. Vielen Dank fürs Erste. (Beifall AfD)
