Martin Dulig
Das ist eine Frage der Interpretation. Nicht ohne Grund haben sich dann die Kulturschaffenden des Theaters dagegen verwahrt. Denn die Frage ist: Was ist Theater? Was ist das für ein Raum? Es wird sich immer hinter der Neutralität versteckt. Sicherlich, es ist überhaupt keine Frage, dass Kunst und Kultur genauso kritikfähig sein, Widerspruch aushalten muss. Gar keine Frage. Aber die politische Einflussnahme, zu entscheiden, was genehm ist und was nicht, und damit vor allem eine weitreichende Konsequenz zu schaffen – weil, wenn man einmal eine solche Entscheidung getroffen hat, hat das eine Wirkung auf alles, was danach passiert –: Genau das ist bereits die Eingrenzung von Kunstfreiheit, und deshalb ist das ein Beleg dafür, wo sich die Grenze befindet. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Herr Abg. Martin Dulig sprach an Mikrofon 3. An Mikrofon 6 gibt es eine Kurzintervention von Herrn Abg. Wippel.
