Wolfram Günther
Vielleicht kann das bei meiner Redezeit berücksichtigt werden. Die Uhr ist nämlich weitergelaufen. Es geht also darum: Tritt man für die Interessen unserer Volkswirtschaft ein oder tut man es nicht? Und ist man einfach im Einsatz für andere Interessenten, die uns das verkaufen wollen? Wenn es immer um E-Fuels geht: It‘s the economy, stupid! Eine einfache Rechnung: Wenn Sie 100 Kilowattstunden Energie aufbringen und diese in eine Batterie stecken, dann bekommen Sie 70 % auf die Straße. Wenn Sie Wasserstoff nehmen, dann ist es ein gutes Drittel. Wenn Sie E-Fuels nehmen, dann sind es zwischen 11 % und 14 %. Das heißt, der Unterschied zwischen Batterie und E-Fuels entspricht ungefähr dem Faktor 6. Sie können mit derselben Energiemenge sechs Autos bewegen oder sechsmal so weit. Das erklärt einfach, wo die Zukunft liegen wird. Punkt. Jetzt aber zu unserem Antrag. Danke für die wirklich vernünftigen Ausführungen, gerade auch der Staatsregierung und der Fraktionen. Aber, liebe CDU, Herr Kay Ritter – wir kennen uns ein bisschen –: Das, was Sie hier geboten haben, war unter allem Niveau,. (Beifall BÜNDNISGRÜNE) Wir haben heute früh eine Regierungserklärung gehört, in der klargestellt wurde, dass diese Regierung keine Mehrheit mehr hat. Es wird gesagt, wir wollen schauen, wer die besten Ideen in das Land bringt. Wir haben ein fundamentales Problem in Südwestsachsen, wenn unser größter Industriearbeitgeber mit der Zulieferindustrie dermaßen infrage gestellt wird. Was Sie hier machen, das ist ein Vortrag von billigster Polemik, von Lügen über GRÜNE. Es gab keinen einzigen Satz zu dem eigentlichen Problem in Südwestsachsen, wie Sie damit umgehen wollen. Lieber Herr Ritter, so können wir nicht zusammenarbeiten. Wir strecken die Hand aus, um gemeinsam aus dem Parlament heraus etwas für den Freistaat Sachsen, für die Wirtschaft gerade in Südwestsachsen zu tun.
