Wolfram Günther
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Vielleicht ganz kurz zu Beginn: Auch wenn Informationen heutzutage für alle leicht zugänglich sind, nimmt nicht jeder gern Tatsachen zur Kenntnis: Warum E-Mobilität? Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens. Raus aus dem Verbrenner hat etwas mit Klimaschutz zu tun. Das hat man weltweit verstanden. Wenn man das aus ideologischen Gründen nicht wahrhaben will, dann wird man dort nicht weiterkommen. Das ist aber ein Weg, den wir weltweit beschreiten; (Zuruf Thomas Thumm, AfD) denn die Kosten, keinen Klimaschutz zu machen, kann keiner tragen. Gott sei Dank machen wir das – auch durch das Pariser Klimaschutzabkommen – in Deutschland nicht allein. (Mike Moncsek, AfD: Genau! Und die Amis steigen gerade aus!) Das ist nämlich Teil des Problems. Die Welt ist insgesamt auf dem Weg zur Klimaneutralität, in zig Dingen vereinbart, auch für die Automobilbauindustrie. Das weiß man auch bei uns in Sachsen. Das wissen auch BMW und VW. Von nichts anderem reden sie. Das heißt, bei den Verbrennern geht es um eine Übergangszeit. Zweitens. Neben diesem Muss des Klimaschutzes ist es eine ganz einfache Frage danach, was Sie in den Verbrenner hineinschütten. Normalerweise müssen wir alles importieren. Deutschland hat innerhalb von 15 Jahren 1 200 Milliarden Euro – 1,2 Billionen Euro! – nur für den Import von Erdöl, Erdgas und Steinkohle ausgegeben. Stellen Sie sich einmal vor, dieses Geld geben wir nicht einfach aus, konsumieren, sondern wir produzieren unsere Energie selbst. Das ist eine Frage von Resilienz, und das ist möglich. (Widerspruch AfD) Wenn man natürlich Politik macht für die Länder, die uns das verkaufen, dann möchte man das nicht. (Zuruf Thomas Thumm, AfD)
