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Mike Moncsek

AfD 12.02.2025 Sitzungen 8/7

Wir haben unseren Vorsprung verkauft und Sie wollen jetzt im VW-Konzern – – Gerade haben Sie gesagt, Porsche und BMW hätten es anders gemacht. (Daniela Kuge, CDU: Eine Frage stellen!) – Kleinen Moment. Bleiben Sie doch einmal ruhig. Bleiben Sie entspannt. Wie wollen Sie den VW-Konzern dazu bringen, dass er in Sachsen doch wieder das andere Band mit anschmeißt, obwohl Sie selbst davon reden, E-Mobilität und Transformation weiterhin in diesem Irrsinn zu betreiben? Sie haben gesagt, wir müssten dorthin. Wir müssen überhaupt nicht dahin, sondern wir könnten unsere Technologien Diesel und Benzinverbrenner viel besser in der Welt verkaufen, weil wir damit Marktführer waren. Wie wollen Sie das konkret machen? Wir wollen konkret wissen, wie Sie den Vorstand dazu bringen wollen. Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: Ich möchte klar sagen, Herr Moncsek, dass man das eine tun kann, ohne das andere zu lassen. Ich habe auch deutlich gemacht, dass man dem nachkommen sollte, solange die Nachfrage nach Verbrennern vorhanden ist. Ich bin sehr froh, dass wir ein hochproduktives Motorenwerk von VW in Chemnitz haben. Es steht außer Frage, dass es das produktivste Komponentenwerk in Europa ist, auch produktiver als zum Beispiel das in Ungarn. Auf dieses Pfund sollten wir setzen und auch weiter damit wuchern. Aber die Welt ändert sich und wir müssen uns anpassen. Deshalb sollte man auch das zweite Standbein weiter vorantreiben, weil man auf einem Bein nicht so richtig gut stehen kann. Wir tun, was wir können. Wir sprechen mit dem Vorstand. Herr Blume vom Produktionsvorstand war gestern da, Herr Vollmer war schon da. Die haben deutlich gemacht, dass sie beides weiterverfolgen werden. Es ist die Zukunft – und da rede ich jetzt von Vorständen des VW-Konzerns, die wohl auch Fachleute sind, die Jahrzehnte Erfahrung in dem Bereich haben. Die gehen ganz klar davon aus, dass die Nachfrage nach E-Mobilität steigen wird. Wir haben erkannt, dass es zum Beispiel, wie mein Kollege Henning Homann schon gesagt hat, eben keinen wirklichen Volkswagen gibt, der der E-Mobilität und dem Namen Volkswagen gerecht wird; aber er ist in der Pipeline. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass wir beides verfolgen müssen. Wir müssen das unterstützen, was bisher war und was wir noch weiter nutzen. Wir nehmen die Gewinne da gern mit, aber wir können nicht die Augen vor der Zukunft verschließen. Die Zukunft wird auf dieser Welt der E-Mobilität gehören; denn Sie können mit immer weniger fossilen Brennstoffen nicht immer mehr Autos fahren lassen. Das ist eine Realität. Da reden wir gar nicht über Klimawandel etc. Aber davon werde ich Sie wahrscheinlich nicht überzeugen. Deshalb versuche ich, die Leute zu überzeugen, die ich überzeugen kann. Insofern vielen Dank für Ihre Frage. (Vereinzelt Beifall SPD und Sören Voigt, CDU) Ich komme zu dem Punkt, dass wir neben der Tatsache, dass wir wirklich schwierige Entscheidungen – mit dem Rückgang auf eine Linie – zu treffen haben, auch noch eine Zukunftsperspektive haben, die man zwar nicht überbewerten, aber auch nicht verkennen darf. Das ist das Circular Economy Hub, also quasi ein Kreislaufwirtschaftszentrum in Zwickau mit dem Ziel, die künftigen Vorgaben, dass Autos auch wieder recycelt werden müssen, dass auch gebrauchte Komponenten angeboten werden müssen, umzusetzen. Das hört sich einfach an und da wird schnell von Schrottplatz etc. gesprochen, aber das ist mitnichten der Fall. Wenn wir das als Basis in Zwickau bekommen können, dann ist das eine Möglichkeit, auch zukünftig Arbeitsplätze, und zwar Industriearbeitsplätze, bei uns in Sachsen zu haben. Dann haben wir auch etwas anzubieten. Wir wollen keine verlängerte Werkbank sein. Die Rahmenbedingungen mit hervorragenden Forschungseinrichtungen sowohl in Zwickau und Freiberg als auch in Dresden und Leipzig sind gut. Wir könnten ein Zentrum für VW sein oder auch für andere, um aus solch einem Hub vielleicht ein Circular Valley zu machen. (Andreas Gerold, AfD, meldet sich zu einer Zwischenfrage.)

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