Petra Köpping
Ja, das haben wir bei der ASP tatsächlich einmal erwogen. Es gibt mehrere Fachleute, mehrere Experten, die uns antworten. Die einen sagen, wer einmal gesehen hat, wie Schwarzwild an ASP verendet, der kann einfach keine Durchseuchung wollen. Das ist ein ganz grausamer, fürchterlicher Tod, den diese Tiere erleiden. Es ist uns gelungen – das ist wirklich ein Erfolg –, dass es in keinen einzigen Haustierbestand eingedrungen ist. Es war unser Ziel, dass wir tatsächlich diese ASP nicht in die Haustierbestände bekommen und damit nicht einen ganzen Bestand keulen müssen. Die Jägerschaft in Sachsen – ich habe es eingangs schon erwähnt – hat wirklich sehr gut mitgewirkt und hat teilweise ganze Reviere freigeschossen. Das muss man wissen. Deswegen ist ein neuer Eintrag, weil eben erkrankte Tiere oder Ähnliches kommen, wirklich immer schwierig, weil wir uns sehr angestrengt haben. Eine Durchseuchung, die Tiere verenden zu lassen, ist eine ganz schwierige Entscheidung. Hinzu kommt, dass bei der ASP – ich bin nun keine Tierärztin – die Infektiosität tatsächlich über viele Jahre im Boden bleibt. Das Tier ist längst verrottet, aber wenn ein neues Wildschwein kommt und daran frisst, dann kann es das sofort übertragen. Das sind die Vor- und Nachteile, die man gegeneinander abwägen muss. Deswegen ist die Maßnahme, die im Moment die EU trifft – die treffen wir ja nicht –, wie das zu bekämpfen ist, glaube ich, erst einmal alternativlos. Es gibt zurzeit keine bessere. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Lange, Sie haben noch ein paar Minuten, und zwar 2 Minuten und 24 Sekunden für Frage und Antwort. Wenn Sie sich kurzfassen und wenn Frau Staatsministerin schnell antwortet, dann bekommen wir das hin. Bitte schön.
