Petra Köpping
Wer sich an den Ausbruch der ASP erinnert, der weiß: Wir hatten noch andere, leichtere Zäune. Das waren quasi nur Absperrbänder, die wir dort hatten. Wir haben also schon aufgesattelt. Man muss bei den Einzäunungen immer betrachten, dass es eben nicht nur um das Schwarzwild geht, sondern auch um andere Tierbestände, zum Beispiel um das Rehwild oder Ähnliches. Das muss natürlich auch die Möglichkeit haben – deswegen hat es eine bestimmte Höhe –, darüber zu springen, um es einmal ganz plastisch zu machen. Das ist, glaube ich, eine Notwendigkeit, die ich immer berücksichtigen muss, wenn ich so etwas mache. Unser Problem mit Polen ist ein anderes. Polen hat in dem Bereich, in dem die Schweinepest ausgebrochen ist, wenige große Bestände an Schweinen. Deswegen ist die Vorsorge bzw. sind die Bekämpfungsmaßnahmen – ich schaue einmal in Richtung von Herrn Günter – dort einfach anders als bei uns, wenn ich es einmal dezent sagen darf, also nicht so akribisch, wie wir das machen. Insofern macht es das etwas schwierig in der Zusammenarbeit. Trotzdem haben wir eine Zusammenarbeit. Wir tauschen uns aus. Wir reden mit Polen, auch mit den anderen europäischen Ländern, um wirklich zu verhindern, wenn wir es eine gewisse Zeit lang erreicht haben, dass wir ASP-frei sind, dass wir neue Einträge bekommen. Das ist ein großes internationales Interesse. Wir sind in der EU gewesen, um dort entsprechende Vorträge zu halten, ob es noch andere Möglichkeiten der Bekämpfung gibt. Das hat man mitgenommen. Mir ist aber aufgefallen, dass die Länder, die, sagen wir einmal, von dem Ausbruch der ASP weit weg liegen, natürlich weniger Interesse daran haben, etwas gemeinsam zu machen als die Länder, die betroffen sind. Auch hierbei fehlt ein Stück weit Solidarität untereinander. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Für das Bündnis Sahra Wagenknecht an Mikrofon 2 Kollege Lange, bitte schön.
